Aktuelles
10.09.2026
Arbeitszeit der Zukunft: Bessere Verteilung, besser für alle!
Gewerkschaftsvertreter aus vier Länder präsentierten in Gamprin-Bendern ihre Vorstellungen für die Arbeitswelt der Zukunft
Wie viel sollen Menschen künftig arbeiten und wer profitiert davon, wenn Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz Arbeitsabläufe effizienter machen. Der Interregionale Gewerkschaftsrat (IGR) Bodensee befasste sich im Rahmen seiner Pressetour 2026 mit diesbezüglichen Fragestellungen. Vertreter aus Liechtenstein, Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentierten ihre insgesamt 14 gemeinsamen Forderungen.
Eine der zentralen Forderungen ist etwa die schrittweise Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der zunehmenden Vermischung von Arbeit und Freizeit. Der IGR fordert deshalb ein „Recht auf Nichterreichbarkeit“ ausserhalb der Arbeitszeit sowie eine verbindliche Erfassung der tatsächlich geleisteten Stunden.
Gerade für den LANV ist die verbindliche Arbeitszeiterfassung ein zentrales Anliegen. Die Erfassung dient auch dazu, überprüfen zu können, ob gesetzliche Vorgaben zum Gesundheitsschutz eingehalten werden. Ebenfalls ist für den LANV z.B. wichtig, dass für ältere Beschäftigte ein Recht auf Teilzeit ab dem 60. Lebensjahr ermöglicht wird, um einen flexibleren Übergang in die Pension zu ermöglichen und die Beschäftigungsfähigkeit möglichst lange erhalten zu können.
