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Aktuelles

04.05.2026

1. Maifeier 2026

Die diesjährige Maifeier stand unter dem Titel «Massenentlassungen – wer steht in der Pflicht?». Über 70 Teilnehmer:innen fanden sich am 30. April in der Hofkellerei Vaduz ein. Zu den Gästen zählten neben Regierungsrat Dr. Emanuel Schädler auch Landtagsabgeordnete, Mitglieder sowie Arbeitnehmervertreter:innen, Gewerkschafter:innen und Sozialpartner:innen aus dem In- und Ausland.

In seiner Begrüssungsrede erinnerte Präsident Sigi Langenbahn an die historische Bedeutung des 1. Mai. Der Tag geht auf die Arbeiterbewegung von 1890 zurück, ausgelöst durch die Streiks in den USA für den Achtstundentag. In Liechtenstein wurde die erste Maifeier 1932 begangen, seit 1957 steht der Anlass stärker für Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und hat sich zu einem Symbol der Sozialpartnerschaft entwickelt. Langenbahn betonte zudem, dass Arbeit nicht nur den Alltag, sondern auch die persönliche Identität prägt und ein Verlust des Arbeitsplatzes diese Ordnung rasch ins Wanken bringen kann.  

Regierungsrat Dr. Emanuel Schädler würdigte in seinem Grusswort den LANV als erfahrenen und verlässlichen Sozialpartner, der heute ein fester Bestandteil der liechtensteinischen Arbeitswelt ist. Der Verband übernehme eine wichtige Rolle, indem er dort eingreife, wo Kräfteverhältnisse unausgeglichen sind und dazu beitrage, Konflikte im Dialog zu lösen. Ein prägnantes Bild seiner Rede war der Vergleich des Verbandes mit einem roten «Sackmesser»: vielseitig, verlässlich und stets zur Hand, wenn es gebraucht wird. Gerade in einer zunehmend komplexen und von Technologie geprägten Arbeitswelt brauche es Institutionen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, Orientierung bieten und Unterstützung leisten. Mit Blick auf das Thema des Abends betonte Schädler, dass Massenentlassungen mehr als wirtschaftliche Kennzahlen seien, sie betreffen Menschen und ihre Existenz. Entsprechend stehe sowohl die Wirtschaft als auch die Politik in der Verantwortung, faire Rahmenbedingungen zu schaffen.

Im anschliessenden, von Peter Beck moderierten Podiumsgespräch diskutierten neben Präsident Sigi Langenbahn auch Patrick Angele (Arbeitnehmervertretung thyssenkrupp Presta AG), Ute Hammermann (Amt für Volkswirtschaft), Manuela Haldner-Schierscher (Landtagsabgeordnete) sowie Matthias Bühler (BWBLEGAL).

Patrick Angele schilderte die emotionale Belastung solcher Situationen. Sich von langjährigen Mitarbeitenden zu trennen bedeute nicht nur organisatorische Herausforderungen, sondern greife tief in persönliche Lebensrealitäten ein. Als Arbeitnehmervertretung versuche man in solchen Situationen, Orientierung zu geben und zwischen den Beteiligten zu vermitteln.

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Frage der «rechtzeitigen» Information der Belegschaft. Das Gesetz lässt offen, wann die Arbeitnehmervertretung konkret informiert werden muss. Sigi Langenbahn kritisierte diese Unverbindlichkeit deutlich und berichtete von Fällen, in denen Beschäftigte erst am Tag der offiziellen Kommunikation vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. In der Schweiz z.B. gelten bei Massenentlassungen Konsultationsverfahren mit klar definierten Fristen, die den Arbeitnehmervertretungen in der Regel rund zehn Tage für Vorschläge einräumen. Die Podiumsteilnehmende waren sich einig, dass es auch in Liechtenstein klar definierte Fristen braucht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Podiumsdiskussion war die Frage der Sozialplanpflicht. In Liechtenstein besteht bislang keine gesetzliche Verpflichtung, einen Sozialplan bei Massenentlassungen zu erstellen. Kritisch hervorgehoben wurde, dass Kündigungen teilweise bewusst in mehreren Etappen unterhalb der Schwelle ausgesprochen werden und damit eine «Salamitaktik» verfolgen. Auch im internationalen Vergleich wurde Handlungsbedarf aufgezeigt. In der Schweiz und in Deutschland sind Sozialpläne gesetzlich geregelt. Vor diesem Hintergrund wurde in der Podiumsdiskussion hervorgehoben, dass auch Liechtenstein klarere gesetzliche Grundlagen schaffen sollte.

Im Anschluss an das offizielle Programm bot ein Apéro auf der Terrasse der Hofkellerei Gelegenheit zum persönlichen Austausch, die rege genutzt wurde.

Hier geht es zum Artikel vom Liechtensteiner Vaterland vom 2. Mai 

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