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EGB-Erklärung von Nikosia – Aufruf zu einem sozialen und investitionsorientierten Europa
Der EGB warnt ausdrücklich davor, diese Herausforderungen mit Deregulierung, Sozialabbau oder einem Absenken von Arbeits- und Sozialstandards zu beantworten. Europas Stärke liege vielmehr in seinem sozialen Modell mit starken Arbeitnehmerrechten, funktionierenden Tarifverhandlungen, sozialem Dialog und hochwertigen öffentlichen Dienstleistungen.
Stattdessen fordert der EGB einen ambitionierten europäischen Investitions- und Transformationspakt, der hochwertige Arbeitsplätze schafft, nachhaltige Produktion stärkt, Innovation fördert und die soziale sowie ökologische Transformation gerecht gestaltet. Öffentliche Investitionen, eine aktive Industriepolitik sowie klare soziale Bedingungen für staatliche Förderungen sollen sicherstellen, dass wirtschaftlicher Fortschritt mit guten Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und sozialer Sicherheit einhergeht.
Ein zentrales Anliegen ist zudem die Verabschiedung eines europäischen Quality Jobs Act, der sichere Beschäftigung, angemessene Löhne, faire Arbeitsbedingungen, Gleichstellung sowie starke Mitbestimmung und Tarifbindung fördert. Nur mit hochwertigen Arbeitsplätzen und sozialem Fortschritt könne Europa langfristig wirtschaftlich erfolgreich, demokratisch stabil und gesellschaftlich resilient bleiben.
Der EGB appelliert daher an die europäischen Staats- und Regierungschefs, den europäischen Integrationsprozess auf eine klare soziale Grundlage zu stellen, Investitionen zu stärken und das europäische Sozialmodell aktiv zu verteidigen.
