Aktuell

Freitag, 16.Juli 2021
Qualifikationsvertrag für Asylsuchende
Die Arbeitsmarktintegration der Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Personen ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine grosse Chance. Geflüchtete Personen stehen bei der Arbeitssuche vor besonderen Hürden: fehlende Sprachkenntnisse, fehlende Berufserfahrung, das Problem der Anerkennung ihrer Qualifikationen und Kompetenzen, kulturelle Unterschiede am Arbeitsplatz, etc.

Im Gegen­satz zu vielen anderen Ländern dürfen Asyl­su­chende in Liech­ten­stein ab dem ersten Tag nach Einrei­chen des Asyl­an­trages arbeiten. Gemäss dem Liech­ten­stei­ni­schen Asyl­ge­setz Art. 23 sollen Asyl­su­chende nach Möglich­keit selbst für ihren Lebens­un­ter­halt aufkommen.
Chris­toph From­melt (Unter­nehmer), die Flücht­lings­hilfe sowie der LANV haben gemeinsam einen Quali­fi­ka­ti­ons­ver­trag ausge­ar­beitet, um die Inte­gra­tion der Geflüch­teten in den Arbeits­markt zu erleich­tern. Dabei mussten viele Abklä­rungen mit verschie­denen Ämtern, wie z. B. das Ausländer- und Passamt, aber auch mit den Sozi­al­part­nern gemacht werden. Der Quali­fi­ka­ti­ons­ver­trag soll dazu dienen, infor­mell erwor­bene Kompe­tenzen der Geflüch­teten fest­zu­stellen und zu fördern mit dem Ziel, sie mittel­fristig an die Erfor­der­nisse des regu­lären Arbeits­markts heran­zu­führen. Die Asyl­su­chenden bzw. vorläufig aufge­nom­menen Personen sammeln in mehreren Prak­ti­kums­stufen Berufs­er­fah­rungen, um den Anfor­de­rungen der Arbeits­welt gerecht zu werden. Idea­ler­weise bekommen sie nach erfolg­rei­cher Absol­vie­rung des Prak­ti­kums eine Fest­an­stel­lung oder können eine Ausbil­dung in dem jewei­ligen Betrieb anfangen.
Der Quali­fi­ka­ti­ons­ver­trag beinhaltet drei Stufen à vier Monate mit abge­stuften Mindest­löhnen, die den regu­lären Mindest­lohn für Hilfs­ar­beiter / Unge­lernte gemäss Lohn- und Proto­koll­ver­ein­ba­rung (L+P) der jewei­ligen Gesamt­ar­beits­ver­träge unter­schreiten. Alle vier Monate wird in einem Ziel­ver­ein­ba­rungs­ge­spräch eruiert, ob die nächste Stufe erreicht ist. Nach posi­tivem Abschluss der letzten Stufe gilt der Quali­fi­ka­ti­ons­ver­trag als erfüllt. Der/die Asyl­su­chende bzw. vorläufig Aufge­nom­mene bekommt von der Flücht­lings­hilfe ein Zerti­fikat. Danach gelten die Bestim­mungen und Mindest­löhne für Hilfs­ar­beiter / Unge­lernte gemäss L+P.
Es ist wichtig, dass geflüch­tete Personen einer Tätig­keit nach­gehen, um wirt­schaft­lich unab­hängig zu sein und sich in die Gesell­schaft zu inte­grieren.
Der Quali­fi­ka­ti­ons­ver­trag wurde vom Amt für Volks­wirt­schaft geprüft und als inte­grierter Bestand­teil der Gesamt­ar­beits­ver­träge per 1. April 2021 allge­mein­ver­bind­lich erklärt.

 

Hier finden Sie den Muster­ver­trag für Asyl­su­chende und vorläufig Aufge­nom­mene sowie den Leit­faden für die Ziel­ver­ein­ba­rungen.

 

Bild@Dieter Schütz /pixelio.de


Montag, 12.Juli 2021
LANV setzt sich für GrenzgängerInnen ein
Die Situation bezüglich ihres Pensionskassenvermögens ist für viele GrenzgängerInnen unbefriedigend. Beträgt dieses mehr als einen Jahresbeitrag, ist es in den meisten Fällen auf dem Sperrkonto blockiert und wird von den Bankgebühren innerhalb weniger Jahre vernichtet. Der LANV hat deswegen die zuständige Ministerin Sabine Monauni kontaktiert.
 

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Montag, 12.Juli 2021
Homeoffice Umfrage
Wir haben unsere Mitglieder befragt, wie sie nach über einem Jahr Pandemie zum Thema Homeffice stehen.
Eine 100 prozen­tige Rück­kehr an den Arbeits­platz wünschen sich die Wenigsten. Viele möchten zwar wieder ins Büro gehen, um sich mit Kollegen auszu­tau­schen — aber ohne die Frei­heit zu verlieren, von zu Hause oder einem anderen Ort aus zu arbeiten.

Dies bestä­tigt unsere gerade durch­ge­führte Mitglie­der­um­frage.

 

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Bild@​Markus Winkler/Pixabay
Freitag, 04.Juni 2021
Jahresbericht
Trotz coronabedingten Einschränkungen hatte der Liechtensteiner ArbeitnehmerInnenverband LANV 2020 alle Hände voll zu tun. Was die Gewerkschaft erreicht hat und wo es Rückschläge gab.
Freitag, 30.April 2021
Interviews zum Tag der Arbeit
Am 1. Mai feiert der Liechtensteiner ArbeitnehmerInnenverband den Tag der Arbeit. Die Gewerkschaftssekretäre Lilit Keucheyan und Fredy Litscher über Solidarität, Corona, Geringverdiener, Geschlechtergerechtigkeit, Casinos, Lohnverhandlungen und die Finanzierung der bezahlten Elternzeit. Präsident Sigi Langenbahn spricht über jene Arbeitnehmenden, die besonders von der Pandemie betroffen sind.
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Pressemitteilungen

Mittwoch, 07.Juli 2021
Erfolgreiche Verhandlungen
Die Liemobil, BUS Ostschweiz mit Philipp Schädler und der Liechtensteinische Arbeitnehmerverband (LANV) verabschieden neuen Dienstvertrag für das Busfahrpersonal.
Freitag, 30.April 2021
Interviews zum Tag der Arbeit
Am 1. Mai feiert der Liechtensteiner ArbeitnehmerInnenverband den Tag der Arbeit. Die Gewerkschaftssekretäre Lilit Keucheyan und Fredy Litscher über Solidarität, Corona, Geringverdiener, Geschlechtergerechtigkeit, Casinos, Lohnverhandlungen und die Finanzierung der bezahlten Elternzeit. Präsident Sigi Langenbahn spricht über jene Arbeitnehmenden, die besonders von der Pandemie betroffen sind.
Freitag, 26.März 2021
Elternzeit stärkt ganzes System
Die EU-Richtlinie 2019/1158 sieht das Recht beider Elternteile auf einen je viermonatigen Elternurlaub vor, von dem zwei Monate nicht übertragbar sind und ausreichend vergütet werden. Zudem sieht sie einen zehntägigen Vaterschaftsurlaub rund um die Geburt eines Kindes vor, der gleich dem Mutterschaftsurlaub zu 80 Prozent des entgangenen Lohns entschädigt wird. Die Richtlinie ist bis spätestens August 2022 in nationales Recht umzusetzen.
 
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Freitag, 29.Januar 2021
Armen Familien muss direkt geholfen werden
Die Pandemie trifft vielerorts vor allem Ärmere. Der LANV befürchtet das auch für Liechtenstein und fordert Hilfe für Geringverdiener.

 

In der Print­aus­gabe (PDF) hat sich im letzten Absatz  leider ein Fehler einge­schli­chen. Richtig muss es heissen:

Ohne Kinder      bis CHF 4'500 zu 100%

Bei Kindern        bis CHF 5'500 zu 100%

 

Text@​Doro­thea Alber Liech­ten­steiner Vater­land

Foto@​Daniel Schwen­dener

Montag, 11.Januar 2021
Interview Sigi Langenbahn
Sind Arbeitnehmer die Verlierer der Krise? Nein, findet Sigi Langenbahn: Die Gesamtwirtschaft sei unter Druck, das betreffe Firmen ebenso wie deren Belegschaft. Vielmehr hat der LANV-Präsident eine Solidarität zwischen Arbeitgebern und -nehmern beobachtet.
 

Volks­blatt-Inter­view Seite 1

Volks­blatt-Inter­view Seite 2

 

Online-Inter­view (Plus-Artikel)

 

Inter­view: Daniela Fritz, Volks­blatt

Foto: M. Zang­hel­lini

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