Aktuell

Freitag, 25.Oktober 2019
LANV info
In der aktuellen Ausgabe setzen wir den Schwerpunkt auf die menschenunwürdige Praxis, dass in Liechtenstein Dumpinglöhne von CHF 2'600.-- bezahlt werden können. Weitere Themen sind die anstehenden Lohnverhandlungen sowie ein Ratgeber "Schlechtwetterentschädigung" der renommierten Kanzlei BWB.
Dienstag, 15.Oktober 2019
Lohnstrukturanalyse bei Ospelt
Die Sektion Frauen des LANV führt jährlich Sensibilisierungskampagnen durch um auf die bestehenden Lohnunterschiede von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.
Im Dezember 2017 wurden erst­mals alle Mitglieds­un­ter­nehmen der Liech­ten­stei­ni­schen Indus­trie- und Handels­kammer sowie des Banken­ver­bandes vom LANV ange­schrieben mit der Bitte, eine Stand­ort­be­stim­mung ihrer Lohn­po­litik vorzu­nehmen.

Die Herbert Ospelt Anstalt war neben der Neutrik AG und der Hilti AG sofort bereit, dieser Auffor­de­rung nach­zu­kommen. So entstanden bereits im Januar 2018 die ersten Gespräche.

Der LANV freut sich sehr nun heute 1,5 Jahre später gemeinsam mit den Verant­wort­li­chen der Firma Herbert Ospelt Anstalt ihre gemachten Erfra­gungen und Ergeb­nisse präsen­tieren zu dürfen.

 

Das externe Bera­tungs­un­ter­nehmen Landolt & Mächler Consul­tants prüfte die Stand­orte in Bendern und Sargans und kam zu einem posi­tiven Bescheid, der mit einem entspre­chenden Zerti­fikat bestä­tigt wurde.

Die Unter­su­chung habe wenige Abwei­chungen ausser­halb der Tole­ranz gezeigt, die aber sofort korri­giert wurden, so der HR-Leiter Gerry Garni­tschnig. Bei 18 Personen - 13 Frauen und 5 Männern - wurden Anpas­sungen vorge­nommen. Vor allem bei lang­jäh­rigen Mitar­bei­tern, die mehr als zehn Jahre im Unter­nehmen arbeiten, habe es Lohn­un­ter­schiede zwischen den Geschlech­tern gegeben. Dagegen hätten Frauen in der Verwal­tung tenden­ziell mehr verdient als ihre männ­li­chen Kollegen, in der Produk­tion gibt es kaum Unter­schiede. Bemän­gelt wurde von Landolt & Mächner zudem, dass wenig Frauen in Kaders­po­si­tionen vertreten seien.

 

Bild@​Tatjana Schnalzger

 

Bericht Volks­blatt

Bericht Vater­land

Freitag, 20.September 2019
CHF 500.-- für Ihre Weiterbildung
Sie möchten sich weiterbilden, haben aber nicht genug Geld dafür? Der Weiterbildungsgutschein unterstützt Menschen in Liechtenstein mit niedrigem Einkommen.

Über 800 Kurse für Sie
Eine Sprache erlernen, mit Computer-Programmen besser umgehen oder sich im Lesen und Schreiben verbes­sern. Der Weiter­bil­dungs­gut­schein hilft Ihnen, Ihre Talente zu entde­cken, Selbst­si­cher­heit zu gewinnen und Kennt­nisse aufzu­fri­schen.

So bean­tragen Sie Ihren Weiter­bil­dungs­gut­schein
Wählen Sie Ihren Kurs aus dem viel­fäl­tigen Kurs­an­gebot aus. Dann füllen Sie das elek­tro­ni­sche Formular aus und bean­tragen Ihren Weiter­bil­dungs­gut­schein.
 

Hier finden Sie weitere Infor­ma­tionen zum Weiter­bil­dungs­gut­schein, zum Kurs­an­gebot und können Ihren Gutschein bean­tragen.

 

Kosten­lose Bera­tung:
Stif­tung Erwach­se­nen­bil­dung Liech­ten­stein
stif­tung@​erw​achs​enen​bild​ung.​li
Telefon +423 232 95 80
Montag bis Freitag, von 8.00 bis 12.00 Uhr

Amt für Berufs­bil­dung und Berufs­be­ra­tung
info.​abb@​llv.​li
Telefon +423 236 72 00
Post­platz 2, 9494 Schaan


Montag, 22.Juli 2019
Preis für familienfreundliche Unternehmen
Viele Arbeitnehmende wünschen sich eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf, beispielsweise mit einem grösseren Angebot an flexiblen Arbeitszeitmodellen. Um diese Situation zu verbessern und vorbildliche Betriebe auszuzeichnen, lanciert die Regierung den "Preis für familienfreundliche Unternehmen", der erstmals am 27. November 2019 vergeben wird.
 
Hier die wich­tigsten Eckpunkte:

• Es handelt sich um eine Zerti­fi­zie­rung, welche Unter­nehmen würdigt, die sich für die Verein­bar­keit von Familie und Beruf in beson­derem Mass enga­gieren.

• Der Preis wird je nach Unter­neh­mens­grösse in verschie­denen Kate­go­rien verliehen. Es geht darum, inno­va­tive Modelle heraus­zu­stellen und bekannt zu machen.

• Teil­nah­me­be­rech­tigt sind alle in Liech­ten­stein ansäs­sigen Firmen mit mehr als zwei Mitar­bei­tenden.

• Alle teil­neh­menden Unter­nehmen erhalten Zugang zu einem Best Prac­tice Report. Die fami­li­en­freund­lichsten Unter­nehmen gewinnen ein Zerti­fikat “Fami­li­en­freund­lich 2019“. Grös­sere Unter­nehmen erhalten zusätz­lich einen indi­vi­du­ellen Ergeb­nis­be­richt mit einem Bench­mark.

• Die Bewer­tung erfolgt auf Basis der Methodik zur Analyse der Arbeits­platz­kultur des Great Place to Work Insti­tutes. Dabei werden sowohl die Mitar­bei­tenden, wie auch das Manage­ment befragt.

• Eine sieben­köp­fige Jury wird die Preis­träger pro Kate­gorie auswählen.

Melden Sie sich jetzt unter www.​fam​ilie​nfre​undl​ich.​li an und nehmen Sie direkt teil. Die Studie läuft bis Ende August 2019. Die Teil­nahme ist anonym und vertrau­lich.

Die liech­ten­stei­ni­sche Regie­rung freut sich, wenn sich zahl­reiche Unter­nehmen an der Studie betei­ligen!
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Stellungnahmen

Donnerstag, 24.Oktober 2019
Stellungnahme Konkursversverfahren
Im Zuge der Konkursverfahren in jüngster Vergangenheit stellten wir fest, dass die Rechte der Arbeitnehmenden ungenügend geschützt sind und es bei den involvierten Parteien und Amtsstellen an Fachwissen zur adäquaten Beratung der Arbeitnehmenden mangelte. Unserem Ziel, die Konkurse aufzuarbeiten und Vorschläge zur Stärkung der Arbeitnehmerrechte zu machen, kommt die geplante Gesetzesänderung daher entgegen.

Stel­lung­nahme

 

Bild@​Thorben Wengert / pixelio.de

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Pressemitteilungen

Mittwoch, 09.Oktober 2019
Qualifikationsvertrag für Asylsuchende
Asylsuchende sollen in Liechtenstein schneller einen Job fnden. Eine Arbeitsgruppe hat deshalb ein spezielles Vertragswerk entwickelt.

Dienstag, 08.Oktober 2019
Welttag für menschenwürdige Arbeit
Am 7. Oktober fand zum 12. Mal der Welttag für menschenwürdige Arbeit statt. Millionen Menschen nahmen an Veranstaltungen teil, überall auf der Welt wurde mobilgemacht. An diesem Tag treten alle Gewerkschaften weltweit für menschenwürdige Arbeit ein. Menschenwürdige, gute Arbeit muss im Mittelpunkt staatlicher Massnahmen stehen, die darauf abzielen, eine neue globale Wirtschaft aufzubauen, die wieder den Menschen dient.
 
Der LANV nahm dies zum Anlass um Stopp zu sagen. Stopp zu menschen­un­wür­digen Löhnen.

Gesetz­geber
In Liech­ten­stein müssen berufs-und bran­chen­üb­liche Löhne bezahlt werden. Gemäss Arbeits­ver­trags­recht ABGB §1173a Art. 111b hat die drei­glied­rige Kommis­sion die Aufgabe, den Arbeits­markt auf das miss­bräuch­liche Unter­bieten berufs-und bran­chen­üb­li­cher Löhne zu beob­achten. Stellt sie wieder­holte Miss­bräuche fest, muss die Verstän­di­gung mit den Arbeit­ge­bern gesucht werden. Gelingt das nicht, bean­tragt die Kommis­sion bei der Regie­rung den Erlass eines Normal­ar­beits­ver­trags mit zwin­genden Mindest­löhnen. 

 

Staat­li­ches Lohn­dum­ping
Der tiefste Mindest­löhn unserer beste­henden GAV liegt bei CHF 3‘250.--. Mindest­löhne liegen natur­ge­mäss tiefer als die tatsäch­li­chen bran­chen­üb­li­chen Löhne. Doch das Ausländer-und Passamt erteilt seit Jahren Bewil­li­gungen mit Löhnen von CHF 2‘600.--! Trotz mehrerer Inter­ven­tionen bei verschie­denen staat­li­chen Stellen, wird sie in der Praxis nach wie vor ange­wendet. Wie es sich mit einem solchen Dumping­lohn in Liech­ten­stein lebt, zeigt das eindrück­liche Beispiel von Frau Domin­guez.

Staat­lich bewil­ligte Löhne, die CHF 650.-- bis CHF 920.-- unter dem tiefsten Mindest­lohn aller GAV für unqua­li­fi­zierte Hilfs­kräfte liegen, sind nicht nur unver­schämt, sie höhlen zudem beste­hende GAV mit der Wirt­schafts­kammer aus und führen zu einer allge­meinen Abwärts­spi­rale der Löhne! Die drei­glied­rige Kommis­sion muss endlich handeln und dieser unwür­digen Praxis einen Riegel vorschieben, damit in Liech­ten­stein allen Voll­zeit­ar­bei­tenden ein menschen­wür­diges Leben ermög­licht wird!

 

Artikel Vater­land

 

Frau Dominguez muss sich entscheiden!
Der Motorroller ist kaputt, das Knie auch. Jetzt muss sich Frau Dominguez entscheiden. Soll sie weiter mit Schmerzen leben und für die Reparatur sparen oder soll sie sich der überfälligen Operation unterziehen und dafür mit dem alten Fahrrad die 15 km zu ihrem Arbeitsort radeln. Denn so früh am Morgen fährt noch kein Bus. Frau Dominguez arbeitet Vollzeit in einem Hotel und verdient CHF 2‘600.-- brutto im Monat. Netto bleiben ihr CHF 2‘300.--, dies bei einer 45 Std. Woche. Für ihre Wohnung bezahlt sie CHF 1‘300.--. Wenn sie Krankenkasse, Strom, Versicherungen, Internet, Handy und Essen bezahlt hat, bleiben ihr CHF 200.-- zum Leben. Um die Franchise und den Selbstbehalt der Operation zahlen zu können, muss sie sieben Monate sparen!

Samstag, 07.September 2019
Stillen in Liechtenstein
Die Förderung und Unterstützung des Stillens betrifft nicht nur die Mutter und das Kind, sondern die ganze Gesellschaft!
Mittwoch, 15.Mai 2019
Arbeitszeiterfassung
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied im Sinne der Gewerkschaften, dass alle Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden erfassen müssen. Da dieser Entscheid Einfluss auf die Liechtensteinische Gesetzgebung haben muss, wird der LANV entsprechende Massnahmen prüfen.
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