Aktuell

Samstag, 30.November 2019
IGR Delegiertenkonferenz
Am Freitag, 29. November fand die IGR Delegiertenkonferenz im kommod in Ruggell statt.
Rund 40 Personen aus den Ländern Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland folgten der Einladung des LANV und nahmen an der diesjährigen Delegiertenkonferenz teil. Die IGR-Mitgliedsländer berichteten über die aktuelle Situation in ihren Ländern. Im Rahmen der Delegiertenkonferenz wurden drei Mitglieder des IGR-Präsidiums verabschiedet. Die Delegierten wählten drei neue IGR-Mitglieder und anschliessend wählte das Präsidium in offener Abstimmung Sigi Langenbahn (LANV, Liechtenstein) als Präsidenten und Bärbel Mauch (DGB-Region Bodensee-Oberschwaben, Deutschland), Reinhard Stemmer (ÖGB Vorarlberg, Österreich) und Lukas Auer (SGB St. Gallen, Schweiz) als Vizepräsidenten bzw. Vizepräsidentin. In der zweiten Hälfte der Konferenz hielt Peter Beck von der Stiftung zukunft.li ein interessantes Referat zum Thema „Zukunft der Arbeit“. Im Anschluss fand eine angeregte Diskussion statt.
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Pressemitteilungen

Freitag, 24.Januar 2020
2600 Franken Lohn – das geht bald nicht mehr
Lohndumping in der Gastronomie und Hotellerie soll stärker kontrolliert werden.

Zum Vater­land Artikel

 

Bild@​Daniel Ospelt

Donnerstag, 12.Dezember 2019
Ergebnisse Lohnverhandlungen für 2020
Aufgrund der anhaltend guten Wirtschaftslage in Liechtenstein, aber eher verhaltenen Prognosen, forderte der LANV Lohnerhöhungen bis 2 Prozent. In diesem Jahr wurden mit 14 Sektionen harte aber faire Verhandlungen geführt. Die Ergebnisse sind für die Arbeitnehmenden insgesamt zufriedenstellend ausgefallen.

Die nomi­nellen Lohn­er­hö­hungen liegen zwischen 0.5 und 1.8 Prozent, womit abzüg­lich Teue­rung einige Real­lohn­er­hö­hungen erreicht werden konnten. Mit fünf Bran­chen konnten wir uns auf gene­relle Erhö­hungen einigen. Nicht ganz zufrie­den­stel­lend sind die häufigen Abschlüsse mit 0.5 Prozent indi­vi­duell. Nach unseren Erfah­rungen profi­tieren zu wenige Arbeit­neh­mende von indi­vi­du­ellen Erhö­hungen. Erfreu­li­cher­weise hat unsere Kampagne für höhere Mindest­löhne an den Verhand­lungen Wirkung gezeigt. So konnten wir in 10 der 14 Verhand­lungs­runden die Mindest­löhne teil­weise signi­fi­kant erhöhen.

Posi­tives Ausru­fe­zei­chen der Baumeister, Innen­de­ko­ra­teure und Gebäu­de­rei­ni­gung
Sowohl bei den Baumeis­tern als auch bei den Innen­de­ko­ra­teuren konnten wir nebst Erhö­hungen der Mindest­löhne auch eine gene­relle Lohn­er­hö­hung von CHF 50.-- erzielen. Dort profi­tieren nächstes Jahr also alle Arbeit­neh­menden von einem höheren Lohn. Nachdem wir bei den Gebäu­de­rei­ni­gern die Mindest­löhne bereits an der letzten Lohn­runde deut­lich erhöhen konnten, erreichten wir auch in diesem Jahr wieder Verbes­se­rungen. Für Arbeit­neh­mende, die zum Mindest­lohn einge­stellt werden, bedeutet auch dies eine nomi­nelle Lohn­er­hö­hung.

Affront gegen Arbeit­neh­mende in der Gastro­nomie
Nach neun Jahren Still­stand in Sachen Lohn­er­hö­hungen konnten wir uns mit der Sektion Gastro­nomie unter Berück­sich­ti­gung der schwie­rigen Situa­tion in der Branche endlich wieder auf ein erfreu­li­ches Ergebnis einigen. Eine Mehr­heit der Jahres­ver­samm­lung, die dem Ergebnis noch zustimmen musste, verwarf jedoch wie bereits 2017 sämt­liche Verhand­lungs­er­geb­nisse. Begründet wurden die zehn aufein­an­der­fol­genden Null­lohn­runden damit, „… dass sie nicht mehr gewillt sind, weiterhin Lohn­for­de­rungen zu erfüllen, wenn sich nicht alle Gastro­no­mie­be­triebe im Land daran halten müssen.“ Kurz zur Erklä­rung: Die Mehr­heit des zweiten Gastro-Verbandes, der Liech­ten­stei­ni­sche Hotel- und Gastro­no­mie­ver­band, blockiert seit Jahren alle Anstren­gungen für einen gemein­samen allge­mein­ver­bind­li­chen Gesamt­ar­beits­ver­trag. Somit müssen sich deren Mitglieder sowie jene Betriebe, die keinem der beiden Verbände ange­hören, nicht an den Gesamt­ar­beits­ver­trag zwischen dem LANV und der Sektion Gastro­nomie der Wirt­schafts­kammer halten. Damit ist die Gastro-Branche wie keine andere dem Lohn- und Sozi­al­dum­ping ausge­setzt.

4 Prozent Feier­tags­zu­schlag für Stun­den­löhner
Auch die rest­li­chen Bran­chen sind unseren Argu­menten für eine Korrektur des Feier­tag­zu­schlags für Stun­den­löhner gefolgt. So konnten wir diesen entspre­chend der 10 Feier­tage, die in Liech­ten­stein durch­schnitt­lich auf einen Wochentag fallen, auf 4 Prozent erhöhen.

Vater­schafts­ur­laub
Gar kein Gehör fanden unsere Argu­mente für eine Erhö­hung des Vater­schafts­ur­laubs. Die Sektionen der WKL haben sich abge­spro­chen, zuerst die Umset­zung der neuen EU-Richt­linie für einen zehn­tä­gigen gesetz­li­chen Vater­schafts­ur­laubs abzu­warten.

Hier gelangen Sie zu den Ergeb­nissen.

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