Aktuell

Samstag, 30.November 2019
IGR Delegiertenkonferenz
Am Freitag, 29. November fand die IGR Delegiertenkonferenz im kommod in Ruggell statt.
Rund 40 Personen aus den Ländern Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland folgten der Einladung des LANV und nahmen an der diesjährigen Delegiertenkonferenz teil. Die IGR-Mitgliedsländer berichteten über die aktuelle Situation in ihren Ländern. Im Rahmen der Delegiertenkonferenz wurden drei Mitglieder des IGR-Präsidiums verabschiedet. Die Delegierten wählten drei neue IGR-Mitglieder und anschliessend wählte das Präsidium in offener Abstimmung Sigi Langenbahn (LANV, Liechtenstein) als Präsidenten und Bärbel Mauch (DGB-Region Bodensee-Oberschwaben, Deutschland), Reinhard Stemmer (ÖGB Vorarlberg, Österreich) und Lukas Auer (SGB St. Gallen, Schweiz) als Vizepräsidenten bzw. Vizepräsidentin. In der zweiten Hälfte der Konferenz hielt Peter Beck von der Stiftung zukunft.li ein interessantes Referat zum Thema „Zukunft der Arbeit“. Im Anschluss fand eine angeregte Diskussion statt.
Freitag, 25.Oktober 2019
LANV info
In der aktuellen Ausgabe setzen wir den Schwerpunkt auf die menschenunwürdige Praxis, dass in Liechtenstein Dumpinglöhne von CHF 2'600.-- bezahlt werden können. Weitere Themen sind die anstehenden Lohnverhandlungen sowie ein Ratgeber "Schlechtwetterentschädigung" der renommierten Kanzlei BWB.
Dienstag, 15.Oktober 2019
Lohnstrukturanalyse bei Ospelt
Die Sektion Frauen des LANV führt jährlich Sensibilisierungskampagnen durch um auf die bestehenden Lohnunterschiede von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.
Im Dezember 2017 wurden erst­mals alle Mitglieds­un­ter­nehmen der Liech­ten­stei­ni­schen Indus­trie- und Handels­kammer sowie des Banken­ver­bandes vom LANV ange­schrieben mit der Bitte, eine Stand­ort­be­stim­mung ihrer Lohn­po­litik vorzu­nehmen.

Die Herbert Ospelt Anstalt war neben der Neutrik AG und der Hilti AG sofort bereit, dieser Auffor­de­rung nach­zu­kommen. So entstanden bereits im Januar 2018 die ersten Gespräche.

Der LANV freut sich sehr nun heute 1,5 Jahre später gemeinsam mit den Verant­wort­li­chen der Firma Herbert Ospelt Anstalt ihre gemachten Erfra­gungen und Ergeb­nisse präsen­tieren zu dürfen.

 

Das externe Bera­tungs­un­ter­nehmen Landolt & Mächler Consul­tants prüfte die Stand­orte in Bendern und Sargans und kam zu einem posi­tiven Bescheid, der mit einem entspre­chenden Zerti­fikat bestä­tigt wurde.

Die Unter­su­chung habe wenige Abwei­chungen ausser­halb der Tole­ranz gezeigt, die aber sofort korri­giert wurden, so der HR-Leiter Gerry Garni­tschnig. Bei 18 Personen - 13 Frauen und 5 Männern - wurden Anpas­sungen vorge­nommen. Vor allem bei lang­jäh­rigen Mitar­bei­tern, die mehr als zehn Jahre im Unter­nehmen arbeiten, habe es Lohn­un­ter­schiede zwischen den Geschlech­tern gegeben. Dagegen hätten Frauen in der Verwal­tung tenden­ziell mehr verdient als ihre männ­li­chen Kollegen, in der Produk­tion gibt es kaum Unter­schiede. Bemän­gelt wurde von Landolt & Mächner zudem, dass wenig Frauen in Kaders­po­si­tionen vertreten seien.

 

Bild@​Tatjana Schnalzger

 

Bericht Volks­blatt

Bericht Vater­land

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Stellungnahmen

Donnerstag, 24.Oktober 2019
Stellungnahme Konkursversverfahren
Im Zuge der Konkursverfahren in jüngster Vergangenheit stellten wir fest, dass die Rechte der Arbeitnehmenden ungenügend geschützt sind und es bei den involvierten Parteien und Amtsstellen an Fachwissen zur adäquaten Beratung der Arbeitnehmenden mangelte. Unserem Ziel, die Konkurse aufzuarbeiten und Vorschläge zur Stärkung der Arbeitnehmerrechte zu machen, kommt die geplante Gesetzesänderung daher entgegen.

Stel­lung­nahme

 

Bild@​Thorben Wengert / pixelio.de

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Pressemitteilungen

Mittwoch, 09.Oktober 2019
Qualifikationsvertrag für Asylsuchende
Asylsuchende sollen in Liechtenstein schneller einen Job fnden. Eine Arbeitsgruppe hat deshalb ein spezielles Vertragswerk entwickelt.

Dienstag, 08.Oktober 2019
Welttag für menschenwürdige Arbeit
Am 7. Oktober fand zum 12. Mal der Welttag für menschenwürdige Arbeit statt. Millionen Menschen nahmen an Veranstaltungen teil, überall auf der Welt wurde mobilgemacht. An diesem Tag treten alle Gewerkschaften weltweit für menschenwürdige Arbeit ein. Menschenwürdige, gute Arbeit muss im Mittelpunkt staatlicher Massnahmen stehen, die darauf abzielen, eine neue globale Wirtschaft aufzubauen, die wieder den Menschen dient.
 
Der LANV nahm dies zum Anlass um Stopp zu sagen. Stopp zu menschen­un­wür­digen Löhnen.

Gesetz­geber
In Liech­ten­stein müssen berufs-und bran­chen­üb­liche Löhne bezahlt werden. Gemäss Arbeits­ver­trags­recht ABGB §1173a Art. 111b hat die drei­glied­rige Kommis­sion die Aufgabe, den Arbeits­markt auf das miss­bräuch­liche Unter­bieten berufs-und bran­chen­üb­li­cher Löhne zu beob­achten. Stellt sie wieder­holte Miss­bräuche fest, muss die Verstän­di­gung mit den Arbeit­ge­bern gesucht werden. Gelingt das nicht, bean­tragt die Kommis­sion bei der Regie­rung den Erlass eines Normal­ar­beits­ver­trags mit zwin­genden Mindest­löhnen. 

 

Staat­li­ches Lohn­dum­ping
Der tiefste Mindest­löhn unserer beste­henden GAV liegt bei CHF 3‘250.--. Mindest­löhne liegen natur­ge­mäss tiefer als die tatsäch­li­chen bran­chen­üb­li­chen Löhne. Doch das Ausländer-und Passamt erteilt seit Jahren Bewil­li­gungen mit Löhnen von CHF 2‘600.--! Trotz mehrerer Inter­ven­tionen bei verschie­denen staat­li­chen Stellen, wird sie in der Praxis nach wie vor ange­wendet. Wie es sich mit einem solchen Dumping­lohn in Liech­ten­stein lebt, zeigt das eindrück­liche Beispiel von Frau Domin­guez.

Staat­lich bewil­ligte Löhne, die CHF 650.-- bis CHF 920.-- unter dem tiefsten Mindest­lohn aller GAV für unqua­li­fi­zierte Hilfs­kräfte liegen, sind nicht nur unver­schämt, sie höhlen zudem beste­hende GAV mit der Wirt­schafts­kammer aus und führen zu einer allge­meinen Abwärts­spi­rale der Löhne! Die drei­glied­rige Kommis­sion muss endlich handeln und dieser unwür­digen Praxis einen Riegel vorschieben, damit in Liech­ten­stein allen Voll­zeit­ar­bei­tenden ein menschen­wür­diges Leben ermög­licht wird!

 

Artikel Vater­land

 

Frau Dominguez muss sich entscheiden!
Der Motorroller ist kaputt, das Knie auch. Jetzt muss sich Frau Dominguez entscheiden. Soll sie weiter mit Schmerzen leben und für die Reparatur sparen oder soll sie sich der überfälligen Operation unterziehen und dafür mit dem alten Fahrrad die 15 km zu ihrem Arbeitsort radeln. Denn so früh am Morgen fährt noch kein Bus. Frau Dominguez arbeitet Vollzeit in einem Hotel und verdient CHF 2‘600.-- brutto im Monat. Netto bleiben ihr CHF 2‘300.--, dies bei einer 45 Std. Woche. Für ihre Wohnung bezahlt sie CHF 1‘300.--. Wenn sie Krankenkasse, Strom, Versicherungen, Internet, Handy und Essen bezahlt hat, bleiben ihr CHF 200.-- zum Leben. Um die Franchise und den Selbstbehalt der Operation zahlen zu können, muss sie sieben Monate sparen!

Samstag, 07.September 2019
Stillen in Liechtenstein
Die Förderung und Unterstützung des Stillens betrifft nicht nur die Mutter und das Kind, sondern die ganze Gesellschaft!
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