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Pressemitteilungen

Samstag, 06.April 2019
Frauen*streiktag in Liech­ten­stein
Nach 28 Jahren soll es in Liechtenstein erneut einen Frauenstreik geben. Am 14. Juni ist es so weit. Laut Martina Haas vom Liechtensteinischen ArbeitnehmerInnenverband (LANV) ist die Organisation der verschiedenen Aktionen auf gutem Wege.

 

Artikel Volksblatt

 

Interview@Hannes Matt

Foto@Paul Trummer

Mittwoch, 27.März 2019
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung des Liechtensteinischen ArbeitnehmerInnenverbands LANV fand vergangenen Dienstag im Restaurant Rössle in Schaan statt. Im Zentrum standen neben den Schwerpunkten des vergangenen Jahres aber auch die Herausforderungen der zukünftigen Gewerkschaftsarbeit.

Präsi­dent Sigi Langen­bahn durfte neben den zahl­rei­chen Mitglie­dern auch Vize­re­gie­rungs­chef und Wirt­schafts­mi­nister Daniel Risch sowie den Schaaner Vorsteher Daniel Hilti begrüssen. In seinen Gruss­worten drückte der Haus­herr der „Gast­ge­meinde“ seine Wert­schät­zung für die Arbeit des LANV aus. Die Gemeinde Schaan hat in den vergan­genen Jahren vieles unter­nommen, um die Lohn­gleich­heit in der Verwal­tung zu garan­tieren. Aber auch die Bedeu­tung von exis­tenz­si­chernden Mindest­löhnen liegt Daniel Hilti am Herzen. Es dürfe nicht sein, dass Fami­lien mit zwei arbei­tenden Eltern­teilen auf zusätz­liche wirt­schaft­liche Unter­stüt­zung ange­wiesen sind, weil die Einkommen nicht ausrei­chen.

Zunahme an Insol­venzen
Anschlies­send orien­tierte Gewerk­schafts­se­kre­tärin Lilit Keucheyan über die Schwer­punkt­arbei-ten 2018 der Sektion Frauen in den Berei­chen Lohn­gleich­heit und Verein­bar­keit von Familie und Beruf. Erfreu­lich ist, dass sich neben der Gemeinde Schaan immer mehr Indus­trie­be­triebe einer frei­wil­ligen Lohn­gleich­heits­ana­lyse unter­ziehen und Unge­rech­tig­keiten besei­tigen. Präsi­dent Sigi Langen­bahn berich­tete über die Heraus­for­de­rungen der Bera­tungs­tä­tig­keiten infolge vermehrter Insol­venzen im vergan­genen Jahr. Diese haben aufge­zeigt, dass die Rechts­lage für Arbeit­neh­mende unklar und unge­nü­gend ist. Insbe­son­dere der Konkurs der Medi­c­nova brachte die Komple­xität an den Tag, da es sich um eine grosse Zahl Betrof­fener aus unter­schied­li­chen Herkunfts­län­dern, teils in Schwan­ger­schaft oder Karenz, in Ausbil­dung oder gekün­digtem Arbeits­ver­hältnis handelte. Der LANV wolle die Erfah­rungen der verschie­denen Akteure zusammenzu­tragen, um Verbes­se­rungen in der Bera­tung und Geset­zes­lage zu errei­chen. Nach der Präsen­ta­tion der Jahres­rech­nung durch die stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rerin Martina Haas, der Entlas­tung des Vorstands und der Geneh­mi­gung des Jahres­be­richts 2018 wurde der statutari­sche Teil abge­schlossen.

Bera­tungen nicht kostenlos
Bei der anschlies­senden Vorstel­lung von Statu­ten­än­de­rungen wurde der Bera­tungs­auf­wand für Neumit­glieder mit laufenden Fällen und für Nicht­mit­glieder ange­regt disku­tiert. Der Vorstand schlug eine Reduk­tion der kosten­freien Bera­tung vor, da viele Arbeit­neh­mende die Dienst­leis­tungen des LANV kosten­frei in Anspruch nehmen wollen. Allzu oft werden Neumit­glied­schaften nach erfolg­reich abge­schlos­sener Bera­tung wieder gekün­digt oder Zahlung­s­er­in­ne­rungen igno­riert, womit die Kosten die Erträge bei weitem über­steigen. Schluss­end­lich wurde die kosten­freie Bera­tung für Neumit­glieder nicht ganz in dem vom Vorstand vorge­schla­genen Masse redu­ziert, um weitere Erfah­rungen zu sammeln. 

Flexi­blere Arbeits­welt

Im anschlies­senden Ausblick sah Vize­prä­si­dent Donat Schädler grosse Heraus­for­de­rungen in der zuneh­menden Flexi­bi­li­sie­rung der Arbeits­welt. Gewerk­schaften wollen sich den Folgen der zuneh­menden Digi­ta­li­sie­rung für neue Arbeits­formen mit räum­li­cher und zeit­li­cher Flexi­bi­li­sie­rung nicht verschliessen. Das Arbeits­recht müsse entspre­chend ange­passt, dürfe aber nicht ausge­höhlt werden. 

In seiner Gast­rede knüpfte Wirt­schafts­mi­nister Daniel Risch nahtlos an die Worte des LANV-Vize­prä­si­denten an und brachte weitere Facetten der Verein­bar­keit von Familie, Frei­zeit und Beruf im Lichte der Flexi­bi­li­sie­rung von Beschäf­ti­gungs­formen vor. Auch ihm ist es ein grosses Anliegen, dass Anpas­sungen des Arbeits­rechts zur Flexi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zeiten auch die Inter­essen der Ange­stellten berück­sich­tigen und wirk­same Kontroll­me­cha­nismen den Gesund­heits­schutz gewähr­leisten. 

Langen­bahn bedankte sich für die eindrucks­volle Gast­rede des Wirt­schafts­mi­nis­ters und ver-sprach, dass die Diskus­sion um die Chancen und Gefahren der Flexi­bi­li­sie­rung an der Maifeier vom 30. April seine Fort­set­zung finden werde.

Abschlies­send resü­mierte Vorstands­mit­glied Gabriela Cortés die wich­tigsten Erkennt­nisse der Veran­stal­tung und rief die Anwe­senden auf, Neumit­glieder für den Verband zu gewinnen. Beim gemein­samen Abend­essen wurde das eine oder andere Thema des Abends noch vertieft disku­tiert.

Montag, 25.Februar 2019
Tag der Lohngleichheit
Anlässlich des 3. Liechtensteinischen Tags der Lohngleichheit führte der LANV gemeinsam mit der Hilti AG eine Pressekonferenz durch.
 
Frauen verdienen in Liech­ten­stein gemäss den neuesten Lohn­daten des Amts für Statistik im Durch­schnitt immer noch 15.2 % weniger als ihre männ­li­chen Kollegen. Diese Prozent­zahl gilt als Grund­lage für die Berech­nung des liech­ten­stei­ni­schen Lohn­gleich­heits­tages.
Frauen verdienen nicht weniger, weil sie weniger leisten, sondern weil sie schlechter bezahlt werden. Nur ein Teil des Lohn­un­ter­schiedes kann objektiv erklärt werden (z.B. weniger Berufs­er­fah­rung, Teil­zeit­ar­beit). Der Rest ist nicht erklärbar und somit diskri­mi­nie­rend. 

Um darauf aufmerksam zu machen beging die Sektion Frauen des LANV am Montag 25.​Februar 2019 den Lohn­gleich­heitstag. Mit dem Projekt "Lunch­fair" erhalten Frauen an diesem Tag das Mittags­menü in 35 liech­ten­stei­ni­schen Restau­rants 15.2 % güns­tiger oder sie erhalten andere Vergüns­ti­gungen. Damit will der LANV errei­chen, dass Frauen und Männer über ihren Lohn spre­chen. Der Lohn soll trans­pa­rent sein. So wird die Lohn­un­gleich­heit aufge­deckt und Lohn­gleich­heit geschaffen.
Um die Lohn­un­gleich­heit zu bekämpfen, ruft der LANV die Unter­nehmen auf, eine Lohn­ana­lyse durch­zu­führen. 

Die Hilti AG hat 2018 bereits zum dritten Mal die Löhne auf Diskri­mi­nie­rung über­prüft und die Ergeb­nisse an der gemein­samen Pres­se­kon­fe­renz mit dem LANV präsen­tiert.
16 % verdienen die Frauen weniger als ihre männ­li­chen Hilti-Kollegen. Gemäss dem in der Schweiz gängigsten Analy­se­ver­fahren Logib lassen sich jedoch nur 0,8 % der Gehalts­un­ter­schiede zwischen Mann und Frau nicht erklären.
Dienstag, 12.Februar 2019
Tag der Lohngleichheit
Der Lohgleichheitstag Liechtenstein findet am 25. Februar 2019 statt.
Gemäss aktu­ellsten Zahlen verdienen Frauen in Liech­ten­stein im Durch­schnitt 15,2 % weniger als ihre männ­li­chen Kollegen. Sie arbeiten somit 56 Tage im Jahr gratis! Ein Teil dieser 15,2 % ist mit objek­tiven Merk­malen wie z.B. Quali­fi­ka­tion, Erfah­rung, beruf­liche Stel­lung, Branche, etc. erklärbar. 2/5 davon sind jedoch uner­klärbar und somit diskri­mi­nie­rend.

Auch dieses Jahr machen wir wieder gemeinsam mit den liech­ten­stei­ni­schen Gastro­no­mie­be­trieben, mit dem Projekt "LUNch­FAIR", auf diese unbe­frie­di­gende Situa­tion aufmerksam. Frauen erhalten in den mitwir­kenden Restau­rants ihr Tages­menü um die errech­nete Lohn­dif­fe­renz d. h. um 15,2 % güns­tiger. Mit der Kampagne wollen wir errei­chen, dass Frauen und Männer über ihren Lohn spre­chen. Somit kann das Bewusst­sein gestärkt und die Situa­tion für Frauen verbes­sert werden.

 

Hier finden Sie die teil­neh­menden Restau­rants


Samstag, 26.Januar 2019
Vaterschaftsurlaub
Väter sollen in Zukunft europaweit einen Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von mindestens zehn Tagen haben. Dies dürfte auch bei uns bald ein Thema sein.

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Artikel@:Patrik Schädler, Liech­ten­steiner Vater­land

Bild@:Shutterstock / Maria Sbytova

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