Aktuell

Dienstag, 15.Dezember 2020
Covid-19
Die aktuelle Situation mit den verschiedenen Mass­nahmen der Regierung haben Auswir­kungen auf das Arbeits­ver­hältnis vieler Arbeit­neh­menden in Liech­ten­stein. Untenstehend finden Sie Informationen zu den häufigsten Fragen:
Allge­meine Infor­ma­tionen
 

Recht­liche Fragen

Merk­blatt "Recht­liche Fragen zu Corona"

Merk­blatt "Ferien"

 

Allge­meine Fragen

Infor­ma­tionen der Regie­rung:

www.​regie­rung.​li/​coro­na­virus

 

Kurz­ar­beit / Mass­nah­men­paket Wirt­schaft

www.​corona.​avw.​li

 

Verhal­tens- und Hygie­ne­re­geln:

https://​www.​llv.​li/​inhalt/​118740/​amts­stellen/​verhal­tens-​und-​hyg​iene​rege​ln


Bild@ Andreas Herms­dorf /pixelio.de

Mittwoch, 18.November 2020
LANVinfo
In der aktuellen Ausgabe berichten wir über die Lohnverhandlungen mit dem Gewerbe. Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir in Kooperation mit der Kanzlei BWB den Ratgeber "Arbeit auf Abruf" und natürlich thematisieren wir auch die Corona-Krise.
 

Hier lesen Sie die aktu­elle Ausgabe.

Montag, 19.Oktober 2020
Schalteröffnungszeiten
Aufgrund der aktuellen Situation haben wir ab sofort eingeschränkte Schalteröffnungszeiten. Diese sind am Montag und Mittwoch 10 - 12 Uhr. Selbstverständlich sind wir weiterhin täglich per Mail unter erreichbar.
Achtung für persönliche Beratungen gilt eine Maskenpflicht.
Mittwoch, 07.Oktober 2020
Studie 24-Stunden-Betreuung durch Care-Migrant*innen
Die Studie über die 24-Stunden-Betreuung durch Care-Migrant*innen wurde gestern im SAL in Schaan vorgestellt.

 

Die Studie wurde durch das Liech­ten­stein Institut im Auftrag des VMR, des LANV und der infra erstellt. Auto­rinnen sind Dr. Linda Märk-Rohrer und Prof. Dr. iur. Patricia Schiess.

 

Hier gelangen Sie zum Artikel im Vater­land

 

Hier gelangen Sie zur Studie

 

Hier gelangen Sie zu den Schluss­fol­ge­rungen und Hand­lungs­emp­feh­lungen aus der Studie über die 24h-Betreuung durch Care Migran­tinnen und Migranten

 

Eine Zusam­men­fas­sung über die Studie gibt es auf der Webseite des Liech­ten­stein Insti­tuts.

 

 

 

Mittwoch, 26.Februar 2020
Lohngleichheitstag
Am 4. Liechtensteinischen Lohngleichheitstag standen gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Am Morgen hielt der LANV zusammen mit der Liechtensteinischen Post eine Pressekonferenz ab. Dabei wurden die Resultate der Lohnstrukturanalyse der Post präsentiert. Am Abend lud der LANV in den Schlösslekeller zur Veranstaltung "Vereinbarkeit von Familie und Beruf - ein Gewinn für alle!"

 

Nach der emotio­nalen Begrüs­sung durch Lilit Keucheyan, LANV und einem Kurzin­ter­view mit Martina Haas, LANV wurde der Film "Gleich­stellen - eine Moment­auf­nahme" von Romana Lanfran­coni gezeigt. Anschlies­send lud Modera­torin Petra J. Matt hoch­ka­rä­tige Gäste aufs Podium: Prof. Dr. Gudrun Sander, Direk­torin des Compe­tence Centre for Diver­sity and Inclu­sion, Univer­sität St. Gallen, Regula Bühl­mann, Gewerk­schaf­terin und Stadt­rätin Bern,  Simon Gstöhl, Leiter Stab­stelle Methodik und Inter­na­tio­nales, Amt für Statistik sowie die beiden Head of HR Caro­line Wiesinger, Neutrik AG und Daniel Maltaric, Swiss Life AG. Die Podi­ums­teil­neh­menden hielten ihre Stand­punkte zum Thema Verein­bar­keit in einer span­nenden Runde fest.

 

Die Neutrik AG hat in der Vergan­gen­heit ihre Löhne auf den Prüf­stand gestellt. Das Ziel sei gemäss Caro­line Wiesinger gewesen, den Ist-Zustand zu eruieren und schwarze Flecken, die jedes Unter­nehmen habe, ausfindig zu machen. Die dabei inves­tierte Zeit habe sich bereits ausge­zahlt, da für die Mitar­bei­tenden Trans­pa­renz geschaffen werden konnte. Sie ist der Meinung, dass heut­zu­tage Teil­zeit für alle, eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein sollte. Vorge­setzte sollen nicht nach Gründen suchen, weshalb dies nicht möglich ist. Statt­dessen solle nach Wegen gesucht werden, dies allen Mitar­bei­tenden zu ermög­li­chen.

 

Für Prof. Sander liegt das Haupt­pro­blem in den hart­nä­ckigen Rollen­bil­dern in unseren Köpfen. Männer wählen ihren Beruf danach, ob sie damit eine Familie ernähren können. Frauen hingegen bevor­zugen Berufe bei denen sie in erster Linie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. Diese stereo­ty­pi­sche Berufs­wahl müsse aufge­bro­chen werden und Frauen wie Männer sollten sich statt­dessen Fragen, was sie am besten können, was ihre Leiden­schaft ist und welche Berufe zukunfts­fähig sind.Dies führe auch zu stereo­ty­pi­schen Berufs­wahl.

 

Regula Bühl­mann traf den Nagel auf den Kopf in dem sie die rheto­ri­sche Frage in die Runde warf, wer der Arbeit den Wert gibt. Warum verdient ein Banker ein viel­fa­ches einer Kita-Betreuerin? Sie wünscht sich auch eine gene­relle Diskus­sion über die wöchent­li­chen Arbeits­zeiten und möchte diese senken um mehr Zeit für Fami­lie, Ange­hö­rige und Freunde zu haben.

 

Für Daniel Maltaric fehle oft das Vertrauen der Vorge­setzten in die Mitar­bei­tenden. Wichtig sei, dass sich diese bewusst sind, dass sie mit Menschen zusam­men­ar­beiten und ihre Augen für deren Bedürf­nisse offen halten. Er nimmt aber auch die Arbeit­neh­menden in die Pflicht. Diese sollen ihre Wünsche betref­fend Verein­bar­keit einfor­dern und fami­li­en­freund­li­che Arbeit­ge­ber auswählen.

 

Um etwas Lohn­trans­pa­renz zu schaffen, hat das Amt für Statistik einen Lohn­rechner für Liech­ten­stein geschaffen. Hier gelangen Sie zum Lohn­rechner.

 

Die zahl­rei­chen Gäste setzten die Diskus­sionen beim vom inter­na­tio­nale Frau­en­cafe offe­rierten Apéro fort. Das Fazit des Abends war, um Lohn­gleich­heit herzu­stellen muss über den Lohn gespro­chen werden!


Artikel Volks­blatt

Artikel Vater­land

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Pressemitteilungen

Montag, 11.Januar 2021
Interview Sigi Langenbahn
Sind Arbeitnehmer die Verlierer der Krise? Nein, findet Sigi Langenbahn: Die Gesamtwirtschaft sei unter Druck, das betreffe Firmen ebenso wie deren Belegschaft. Vielmehr hat der LANV-Präsident eine Solidarität zwischen Arbeitgebern und -nehmern beobachtet.
 

Volks­blatt-Inter­view Seite 1

Volks­blatt-Inter­view Seite 2

 

Online-Inter­view (Plus-Artikel)

 

Inter­view: Daniela Fritz, Volks­blatt

Foto: M. Zang­hel­lini

Freitag, 18.Dezember 2020
Elternzeit auf der Zielgeraden
Im Jahr 2003 wurde in Liechtenstein der Elternurlaub als Folge der EU-Richtlinie 96/34 EG erstmals eingeführt. Umgesetzt wurde die Mindestanforderung von drei Monaten unbezahlt. Schon damals gab es im Landtag Befürworter eines bezahlten Elternurlaubs wie Dorothe Laternser, Wendelin Lampert, Ingrid Hasler-Gerner oder Paul Vogt. Letzterer bezeichnete bezahlten Elternurlaub als Sozialrecht, das den meisten Eltern in den EU-Ländern bereits gewährt werde.

Als mögliche Finan­zie­rungs­quelle wurde auch die vom LANV vorge­schla­gene Fami­li­en­aus­gleichs­kasse ins Spiel gebracht. Durch­setzten konnten sich aber die Kräfte im Landtag, die den wirt­schafts­freund­li­chen Kurs der Regie­rung unter­stützten. Der dama­lige Land­tags­ab­ge­ord­nete Alois Beck plädierte für die Mini­mal­um­set­zung gar mit den unsäg­li­chen Worten «Eine gute Wirt­schafts­po­litik ist die beste Sozi­al­po­litik».

 

Acht Jahre später galt es, die EU-Richt­linie zur Erhö­hung des Eltern­ur­laubs von drei auf vier Monate in natio­nales Recht umzu­setzen. Aber auch die Richt­linie 2010/18 EU empfahl ledig­lich eine ange­mes­sene Bezah­lung der Eltern­zeit. Im Vorfeld der Land­tags­de­batte bekämpfte die Wirt­schafts­kammer zuerst sogar die verpflich­tende Mini­mal­um­set­zung, bevor sie diese «bittere Pille schlu­cken» musste. Falls der Landtag jedoch über den Mindest­stan­dard hinaus­gehe, werde sie das Refe­rendum ergreifen, zeigte sich das Präsi­dium kämp­fe­risch.

 

Der dama­lige Wirt­schafts­mi­nister Martin Meyer schlug wie erwartet die abso­lute Mini­mal­lö­sung vor. Auszug aus dem Land­tags­pro­to­koll, Eingangs­votum des Abge­ord­neten Albert Frick: «Der Ermes­sens­spiel­raum soll zur Gänze ausge­schöpft werden, um den Bedürf­nissen der liech­ten­stei­ni­schen Unter­neh­mungen Rech­nung zu tragen. Damit folgt die Regie­rung im Wesent­li­chen der in der Vernehm­las­sung durch Arbeit­ge­ber­ver­tre­tungen vorge­brachten Argu­men­ta­tion. Der Arbeit­neh­mer­ver­band hätte insbe­son­dere die Vergü­tung des Eltern­ur­laubs begrüsst. Das wäre in Anbe­tracht der Tatsache, dass bisher in der Privat­wirt­schaft prak­tisch keine Anträge auf Eltern­ur­laub gestellt wurden, wohl auch eine notwen­dige Voraus­set­zung, um dem Eltern­ur­laub zum Durch­bruch zu helfen.

 

Noch 2018 lehnten Vertreter der Wirt­schaft die bezahlte wie unbe­zahlte Eltern­zeit ab. «Die Verein­bar­keit von Familie und Beruf sei zwar auch der Wirt­schafts­kammer wichtig, aber es gebe dafür andere, verträg­li­chere Lösungen» (VoBl 19.05.2018). Auch Gesell­schafts­mi­nister Pedraz­zini gab der bezahlten Eltern­zeit nicht die geringste Chance.

 

Was sie nicht wussten, im Euro­päi­schen Gewerk­schafts­bund EGB arbei­teten wir schon lange an bezahltem Vater­schafts­ur­laub und bezahlter Eltern­zeit. Mit den euro­päi­schen Arbeit­ge­ber­ver­bänden UNICE und CEEP konnten wir uns letzt­lich auf zwei Wochen bezahlten Vater­schafts­ur­laub in der Höhe des Kran­ken­tag­gelds sowie auf die Bezah­lung von zwei der vier Monate Eltern­zeit in ange­mes­senem Rahmen einigen. Aus dem Konsens der Euro­päi­schen Sozi­al­partner wurde die Richt­linie 2019/1158 EU, die Liech­ten­stein bis zum 2. August 2022 ins natio­nale Recht umsetzen muss. Damit sind wir noch nicht am Ziel, aber auch wenn die «Bezah­lung in ange­mes­senem Rahmen» erst defi­niert werden muss, sind wir über­zeugt, dass die Eltern­zeit damit langsam aber stetig vom Papier­tiger zum starken Instru­ment zur Verein­ba­rung von Beruf und Familie wird. Und was noch viel wich­tiger ist: mit dieser Errun­gen­schaft der Fami­li­en­po­litik wird das Wohl des Kindes in den Mittel­punkt gestellt.

 

Sigi Langen­bahn, LANV-Präsi­dent

 

Zum Bericht der Arbeitsgruppe Familienpolitik

Freitag, 18.Dezember 2020
Lohnrunde 2021: Abschlüsse trotz Corona
Die Lohnrunde 2021 stand unter besonderen Vorzeichen. Von den Auswirkungen der Pandemie und der Corona-Massnahmen waren die Branchen in unterschiedlichster Weise betroffen und auch innerhalb der Branchen zeigten sich grosse Unterschiede. Doch gerade in schwierigen Zeiten sind konstruktive Gespräche zwischen den Sozialpartnern unverzichtbar.
So stand in der Lohn­runde 2021 nicht das Feil­schen um Prozente im Vorder­grund, sondern der Austausch von Erfah­rungen und Wegen, wie sich die Sozi­al­partner zur Über­win­dung der Krise einbringen können. Die Gespräche waren geprägt von Respekt und Wert­schät­zung.

Ursprüng­lich standen in 13 der insge­samt 20 Gewer­be­bran­chen Gespräche an. Die über­ra­schende Auflö­sung der Sektion Gastro­nomie auf Ende Jahr machte jedoch Verhand­lungen hinfällig, da damit auch der Gesamt­ar­beits­ver­trag abläuft. Die Vertreter der gewerb­li­chen Indus­trie hingegen waren die einzigen, die aufgrund der Corona-Krise keine Grund­lage für Gespräche sehen wollten.

Lohn­er­hö­hungen, wo gerecht­fer­tigt

Mit elf Bran­chen verhan­delten wir und in sechs weiteren Bran­chen waren schon Ende 2019 Ergeb­nisse für zwei Jahre ausge­han­delt worden. Von der Möglich­keit, diese Ergeb­nisse im Kontext der Pandemie neu zu disku­tieren, wurde nicht Gebrauch gemacht, weshalb sie gültig bleiben. Somit wurden in insge­samt acht Bran­chen für 2021 Real­lohn­er­hö­hungen zwischen 0.5 % und 1.0 % erzielt. Zu unserer Freude konnten allein in diesem Jahr in fünf Bran­chen die Mindest­löhne erhöht werden. Dies ist umso erfreu­li­cher, da sich anstän­dige Mindest­lohn­er­hö­hungen bei Mitar­bei­tenden, deren Lohn an der unteren Grenze liegen, auch den Real­lohn erhöht, was sich wiederum positiv bei allfäl­liger Kurz­ar­beit auswirkt.

Weitere Ergeb­nisse
Insbe­son­dere in Bran­chen, die durch die Corona-Krise beson­ders gebeu­telt sind, konnten wir Ergeb­nisse abseits der Löhne erzielen. Allein an den dies­jäh­rigen Verhand­lungen konnten wir die Ferien ab 50 in weiteren drei Bran­chen erhöhen, womit wir unser Ziel, fünf Wochen ab 50 in allen Bran­chen schon fast erreicht haben. Und sogar beim Vater­schafts­ur­laub konnten nach letzt­jäh­riger Zurück­hal­tung zwei weitere Erfolge erzielen. Die bessere Verein­bar­keit von Beruf und Familie stösst auch im Gewerbe vermehrt auf ein offenes Ohr.

Indus­trie stark gebeu­telt
Auch die export­ori­en­tierte Indus­trie war unter­schied­lich betroffen von der welt­weiten Pandemie. Einige mussten Kurz­ar­beit anmelden und befinden sich jetzt noch auf Spar­be­trieb infolge der Unter­bre­chung von Liefer­ketten, Auftrags­stor­nie­rungen und weiterer Engpässe. Trotzdem gewähren auch Indus­trie­be­triebe, die bislang gut durch die Krise gekommen sind, Lohn­er­hö­hungen zwischen 0.5 % und 1.0 % indi­vi­duell und leis­tungs­be­zogen.

 

Die Ergeb­nisse im Über­blick

 

Bild@​Andriy Solo­vyov/istock­photo

Donnerstag, 17.September 2020
Buchpräsentation "100 Jahre LANV"
Mit grosser Freude präsentierte der LANV gestern Abend die Festschrift "100 Jahre LANV" im Triesner Gemeindesaal. Den Redaktoren Jürgen Schremser und Toni Büchel ist eine gelungene Dokumentation der vergangenen 100 Jahre mit Zeitzeugen wie Alfons Schädler (langjähriger LANV Präsident), Anton Batliner (langjähriger Personalchef Presta) oder Hans Brunhart (langjähriger Regierungschef) gelungen. Zahlreiche Anekdoten der Sozialpartner werden durch bewegende Fotografien, welche die Arbeitsverhältnisse spürbar und erlebbar machen, begleitet.

Zudem dürfen sich die Lese­rinnen und Leser über wissen­schaft­liche Texte freuen.

 

Die Fest­schrift kann direkt beim LANV bezogen werden. Der Preis beträgt CHF 40.--. Mitglieder bezahlen CHF 20.--.

 

Zum Artikel im Volks­blatt

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