Aktuell

Freitag, 08.Oktober 2021
Covid-19
Die aktuelle Situation mit den verschiedenen Mass­nahmen der Regierung haben Auswir­kungen auf das Arbeits­ver­hältnis vieler Arbeit­neh­menden in Liech­ten­stein. Untenstehend finden Sie Informationen zu den häufigsten Fragen:
Montag, 04.Oktober 2021
Positionspapier Vereinbarkeit
Unser Ziel ist es, dass durch gezielte Massnahmen die Eigenbetreuung des Kindes durch die Eltern im ersten Lebensjahr ermöglicht wird, ohne dass sie dadurch berufliche oder gravierende finanzielle Nachteile haben. Mit unserem Positionspapier fordern wir Massnahmen im Einklang mit der EU-Richtlinie 2019/1158, um die langfristige gesunde Entwicklung der Kinder sowie ihrer Eltern posiitv zu beeinflussen.
 

Noch sind die Rahmen­be­din­gungen für die Verein­bar­keit von Familie und Erwerb in Liech­ten­stein in erheb­li­chem Masse unzu­rei­chend. Die Richt­linie zielt darauf ab, durch verbes­serte Bedin­gungen der Verein­bar­keit von Beruf und Privat­leben der Unter­re­prä­sen­ta­tion von Frauen im Berufs­leben zu begegnen und ihre Lauf­bahn­ent­wick­lung zu unter­stützten.

 

Die EU/EWR-Staaten haben bis August 2022 Zeit, die Vorgaben der Richt­linie umzu­setzen. Im Wesent­li­chen geht es um die Einfüh­rung bezahlter Vater­schafts- und Eltern­zeit sowie bezahlte Zeit zur Pflege kranker oder pfle­ge­be­dürf­tiger Ange­hö­riger.

 

 

Zum LANV-Posi­ti­ons­pa­pier

 

Bild@​Markus Winkler/Pixabay

Mittwoch, 29.September 2021
SDG Allianz
Der LANV ist Mitglied der SDG Allianz und leistet einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
Das über­ge­ord­nete Ziel der SDG-Allianz ist die Sensi­bi­li­sie­rung der Gesell­schaft für die 17 Nach­hal­tig­keits­ziele der UNO (SDGs).

Die 17 Ziele für nach­hal­tige Entwick­lung mit ihren 169 Unter­zielen sind das Kern­stück der Agenda 2030. Sie tragen der wirt­schaft­li­chen, sozialen und ökolo­gi­schen Dimen­sion der nach­hal­tigen Entwick­lung in ausge­wo­gener Weise Rech­nung und führen zum ersten Mal Armuts­be­kämp­fung und nach­hal­tige Entwick­lung in einer Agenda zusammen.

Die (Sustainable Deve­lop­ment Goals, SDGs) sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitglied­staaten erreicht werden. Das heisst, dass alle Staaten glei­cher­massen aufge­for­dert sind, die drän­genden Heraus­for­de­rungen der Welt gemeinsam zu lösen. Auch Liech­ten­stein ist aufge­for­dert, die Ziele national umzu­setzen

Die SDG Allianz besteht aus Vertre­te­rinnen und Vertre­tern der Zivil­ge­sell­schaft, denen eine enkeltaug­liche Zukunft für Liech­ten­stein und die Welt wichtig ist. Durch diese Allianz kann Exper­ten­wissen und Enga­ge­ment der Mitglieder und Partner gebün­delt werden, damit der Nutzen für den Nach­hal­tig­keits­pro­zess maxi­miert wird.

Die SDG-Allianz infor­miert und sensi­bi­li­siert die Öffent­lich­keit für die SDGs. Weiter sammelt sie Daten und Fakten zur Umset­zung der SDGs in Liech­ten­stein und baut einen Exper­ten­kreis für ziel­spe­zi­fi­sches Wissen auf. Sie fungiert zudem als Platt­form und Anlauf­stelle für Politik, Wirt­schaft und Orga­ni­sa­tionen zur Unter­stüt­zung eines viel­fäl­tigen Enga­ge­ments.

Wir alle sind Teil der Lösung globaler Probleme. Die kleinste Verän­de­rung unseres Verhal­tens wird sich positiv auswirken. Werde auch du Mitglied! Hier erhälst du weitere Infos.
Mittwoch, 11.August 2021
LANVinfo
In der aktuellen Ausgabe berichten wir über unsere Solidaritätskampagne zum Tag der Arbeit. Weitere Themen sind die Elternzeit, Qualifikationsvertrag für Asylsuchende sowie das neue Insolvenzrecht.
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Pressemitteilungen

Donnerstag, 07.Oktober 2021
Welttag für menschenwürdige Arbeit - Aufwertung der Gesundheits- und Pflegeberufe
Die Bilder der applaudierenden Menschenmassen für Arbeitnehmende im Gesundheitssektor haben während des ersten Lockdowns 2020 weltweit für Gänsehautmomente gesorgt. Doch was ist davon übriggeblieben? Haben Pflegerinnen und Pfleger und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen von dieser Solidaritätswelle profitiert?
 

Arbeit­neh­mende sind am Limit
Die Arbeits­be­din­gungen in den Gesund­heits- und Pfle­ge­be­rufen mögen bei uns nicht so prekär sein wie andern­orts. Aber auch in Liech­ten­stein und der Schweiz klagen Arbeit­neh­mende in diesem Bereich über zuneh­menden Druck, dauernden Stress, Perso­nal­mangel, Über­stunden, tiefe Löhne und fehlende Lohn­ent­wick­lung. Während der Pandemie müssen sie immer wieder über die Grenzen ihrer Belast­bar­keit hinaus­gehen, ansonsten würde unser Gesund­heits­system zusam­men­bre­chen. Seit nunmehr 19 Monaten nahezu ohne Erho­lungs­phase bringen alle an oder über das Limit. Die durch­schnitt­liche Auslas­tung in den Schweizer Inten­siv­sta­tionen lag in den letzten Wochen bei ca. 80 Prozent. Das kann fatale Folgen haben. Auf Inten­siv­sta­tionen sollten immer Betten für Unfall­opfer, Herz­in­farkte oder andere Notfälle frei sein. Und bereits bei 80 Prozent muss die Pfle­ge­qua­lität der Betreuung redu­ziert werden. So berichtet eine Schweizer Inten­siv­pfle­gerin davon, dass beispiels­weise die Mund­pflege zu kurz komme. Menschen, die künst­lich beatmet werden, haben ein erhöhtes Risiko, eine Spital­in­fek­tion einzu­fangen. Regel­mäs­sige Mund­pflege senke dieses Risiko und ist deshalb auf der Inten­siv­sta­tion Stan­dard. Aber die Stan­dards können nicht mehr einge­halten werden. Eine andere Inten­siv­pfle­gerin berichtet von physi­schem und psychi­schem Limit, von tägli­chen Schmerzen und Dehy­dra­tion, da keine Zeit zum Trinken und für den Toilet­ten­be­such sei. Auch aus den Alters- und Pfle­ge­heimen berichten Arbeit­neh­mende von chro­ni­scher Über­las­tung. Einige Pfle­ge­fach­per­sonen haben sich deshalb bereits umori­en­tiert oder gedenken dies zu tun. Perso­nal­mangel war bereits ein Dauer­brenner, die Pandemie hat dies noch verschärft. Dieser Teufels­kreis muss gestoppt werden.

Mehr Wert­schät­zung ist nötig
Es ist höchste Zeit, etwas an den Arbeits­be­din­gungen zu ändern. Die Gesund­heits- und Pfle­ge­be­rufe müssen wieder attrak­tiver werden. Allen Arbeit­neh­menden soll gemäss ihrem Aufga­ben­ge­biet, der grossen Verant­wor­tung und gefähr­li­chen Arbeit Wert­schät­zung entge­gen­ge­bracht werden. Sie sind system­re­le­vant, also sollen sie entspre­chend geför­dert und entlöhnt werden. Von ihnen wird grösst­mög­liche Flexi­bi­lität mit Nacht- und Wochen­end­diensten verlangt. Auch dafür sollen sie einen fairen Ausgleich erhalten. Mitbe­stim­mung bei den Arbeits­zeiten, Perso­nal­ent­wick­lung mit Perspek­tiven und Lohn­ent­wick­lung muss Stan­dard sein. Politik und Gesell­schaft müssen sich bewusst werden, dass ein «weiter so» nicht möglich ist. Wir sollten aufhören Gesund­heit als Unter­nehmen zu behan­deln das Profit machen muss. Vorge­setzte im Gesund­heits­wesen sollen aufhören, den Kosten- und Spar­druck auf die Arbeit­neh­menden abzu­wälzen. Statt­dessen sollen sie finan­zi­elle Mittel einfor­dern, um die essen­zi­elle Arbeit auf genü­gend Schul­tern zu verteilen und die Arbeit fair zu entlöhnen. Und es muss drin­gend in Nach­wuchs inves­tiert werden, umso mehr, wenn wir die demo­gra­phi­sche Entwick­lung berück­sich­tigen. Sonst werden wir schon bald auf Roboter ange­wiesen sein.

Fredy Litscher

Gewerkschaftssekretär

Donnerstag, 07.Oktober 2021
LANV sieht Nachholbedarf bei den Löhnen
Das Bauhaupt- und Nebengewerbe ist gut durch die Krise gekommen. Die aktuellen Konjunkturumfragen sind positiv ausgefallen und der Ausblick ist stabil. Trotz Lieferengpässen und Materialknappheit kann damit gerechnet werden, dass sich die liechtensteinische Volkswirtschaft weiter erholen wird.

Die Arbeit­neh­menden haben während der Pandemie ausser­or­dent­liche Anstren­gungen unter­nommen. Trotz vieler Unsi­cher­heiten standen sie tagtäg­lich an vorderster Front und haben somit einen wesentlichen Anteil daran, dass viele Branche trotz Pandemie gut dastehen. Die Situa­tion auf dem Arbeits­markt wird jedoch zuneh­mend schwie­riger. Mitt­ler­weile wird von einem Arbeits­kräfte-, statt wie zuvor von einem Fach­kräf­te­mangel gespro­chen.

Trotz früherer Phasen guter Konjunktur und sehr hoher Bautä­tig­keit resul­tierten für die Arbeit­nehmenden in der Vergan­gen­heit Real­lohn­ver­luste. Es ist an der Zeit, dass Arbeit­neh­mende durch spür­bare Lohn­er­hö­hungen Aner­ken­nung und Wert­schät­zung für Ihren uner­müd­li­chen Einsatz für den Wirt­schaftsstandort Liech­ten­stein erfahren. Umso mehr die Teue­rung bei fast 1 Prozent liegt.

 

Gene­relle Lohn­er­hö­hungen
Von teue­rungs­be­dingten Kauf­kraft­ver­lusten sind alle Arbeit­neh­menden betroffen, weshalb gene­relle Lohn­er­hö­hungen in Franken statt Prozenten gefor­dert werden. Gerade in Bran­chen mit tieferen Löhnen wirken Sockel­be­träge dem Öffnen der Lohn­schere entgegen. Unsere Bran­chen­spe­zi­fi­schen Forde­rungen liegen bei bis zu CHF 100.--.

Mindest­löhne
Wie in den vergan­genen Jahren werden wir in dieser Lohn­runde beson­deres Augen­merk auf die Mindest­löhne legen. Gerade in der Pandemie, mit vielen von Kurz­ar­beit betrof­fenen, hat sich gezeigt, dass Menschen mit tiefen Löhnen beson­ders vulnerabel sind. Es ist deshalb Zeit ein Zeichen der Soli­da­rität zu setzen und neben gene­rellen Lohn­er­hö­hungen auch die Mindest­löhne zu erhöhen.
 

Die Arbeit­neh­menden haben während der Pandemie ausser­or­dent­liche Anstren­gungen unter­nommen. Trotz vieler Unsi­cher­heiten standen sie tagtäg­lich an vorderster Front und haben somit einen wesent­li­chen Anteil daran, dass viele Branche trotz Pandemie gut dastehen. Die Situa­tion auf dem Arbeits­markt wird jedoch zuneh­mend schwie­riger. So, dass mitt­ler­weile von einem Arbeits­kräfte-, statt wie zuvor von einem Fach­kräf­te­mangel gespro­chen wird.

Trotz früherer Phasen guter Konjunktur und sehr hoher Bautä­tig­keit resul­tierten für die Arbeit­neh­menden in der Vergan­gen­heit Real­lohn­ver­luste. Es ist an der Zeit, dass Arbeit­neh­mende durch spür­bare Lohn­er­hö­hungen Aner­ken­nung und Wert­schät­zung für Ihren uner­müd­li­chen Einsatz für den Wirt­schafts­standort Liech­ten­stein erfahren. Umso mehr die Teue­rung bei ca. 1 Prozent liegt.

 

Bild@​Fritz J.​Bicker/istock

Samstag, 25.September 2021
Testkosten dürfen nicht auf Arbeitnehmer abgewälzt werden
Zwar verlangen bisher nur wenige Unternehmen am Arbeitsplatz ein Covid-Zertifikat, zudem meist auf freiwilliger Basis. Der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) ist dennoch alarmiert.
 

 

Zum Volks­blatt Artikel

 

Bild@​Michael Zang­hel­lini

Samstag, 04.September 2021
Flüchtlinge in Arbeitsmarkt integrieren
Die Arbeitsmarktintegration Asylsuchender und vorläufig aufgenommener Personen ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine grosse Chance.
Freitag, 13.August 2021
Homeoffice
Umfragen zeigen, dass Angestellte zu Hause öfter abends oder am Wochenende arbeiten. Damit steigt die Gefahr der Selbstausbeutung.
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