Aktuell

Donnerstag, 07.Mai 2020
Petition an Regierung überwiesen
Unsere Petition, die berufstätige Eltern, die aufgrund der verordneten Schliessung von Schulen und Betreuungseinrichtungen nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten können, vor grösseren finanziellen Einbussen bewahren soll, wurde gestern vom Landtag mit 23 Stimmen an die Regierung überwiesen.
 

Wir bedanken uns bei den Landtagsabgeordneten für dieses deutliche Zeichen der Solidarität. Nun hoffen wir, dass die Regierung die Bedeutung dieser Petition erkannt hat und diese ernsthaft prüft. Denn jetzt liegt es alleine an der Regierung, ob und wie unser Anliegen umgesetzt wird.

 

Hier hören Sie den Bericht von Radio L vom 30.04,2020 bezüg­lich Über­gabe der Peti­tion an den Land­tags­prä­si­denten Albert Frick.

 

Dies ist der Link der Peti­tion.


Mittwoch, 15.April 2020
Arbeitsrechtliche Fragen zum Coronavirus
Die verschiedenen Mass­nahmen der Regierung haben Auswir­kungen auf das Arbeits­ver­hältnis vieler Arbeit­neh­menden in Liech­ten­stein. In einem gemein­samen Merk­blatt mit der WKL und LIHK beant­worten wir die drin­gendsten Fragen.

Zum Merkblatt

 


Bild@ Andreas Herms­dorf /pixelio.de

Mittwoch, 26.Februar 2020
Lohngleichheitstag
Am 4. Liechtensteinischen Lohngleichheitstag standen gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Am Morgen hielt der LANV zusammen mit der Liechtensteinischen Post eine Pressekonferenz ab. Dabei wurden die Resultate der Lohnstrukturanalyse der Post präsentiert. Am Abend lud der LANV in den Schlösslekeller zur Veranstaltung "Vereinbarkeit von Familie und Beruf - ein Gewinn für alle!"

 

Nach der emotio­nalen Begrüs­sung durch Lilit Keucheyan, LANV und einem Kurzin­ter­view mit Martina Haas, LANV wurde der Film "Gleich­stellen - eine Moment­auf­nahme" von Romana Lanfran­coni gezeigt. Anschlies­send lud Modera­torin Petra J. Matt hoch­ka­rä­tige Gäste aufs Podium: Prof. Dr. Gudrun Sander, Direk­torin des Compe­tence Centre for Diver­sity and Inclu­sion, Univer­sität St. Gallen, Regula Bühl­mann, Gewerk­schaf­terin und Stadt­rätin Bern,  Simon Gstöhl, Leiter Stab­stelle Methodik und Inter­na­tio­nales, Amt für Statistik sowie die beiden Head of HR Caro­line Wiesinger, Neutrik AG und Daniel Maltaric, Swiss Life AG. Die Podi­ums­teil­neh­menden hielten ihre Stand­punkte zum Thema Verein­bar­keit in einer span­nenden Runde fest.

 

Die Neutrik AG hat in der Vergan­gen­heit ihre Löhne auf den Prüf­stand gestellt. Das Ziel sei gemäss Caro­line Wiesinger gewesen, den Ist-Zustand zu eruieren und schwarze Flecken, die jedes Unter­nehmen habe, ausfindig zu machen. Die dabei inves­tierte Zeit habe sich bereits ausge­zahlt, da für die Mitar­bei­tenden Trans­pa­renz geschaffen werden konnte. Sie ist der Meinung, dass heut­zu­tage Teil­zeit für alle, eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein sollte. Vorge­setzte sollen nicht nach Gründen suchen, weshalb dies nicht möglich ist. Statt­dessen solle nach Wegen gesucht werden, dies allen Mitar­bei­tenden zu ermög­li­chen.

 

Für Prof. Sander liegt das Haupt­pro­blem in den hart­nä­ckigen Rollen­bil­dern in unseren Köpfen. Männer wählen ihren Beruf danach, ob sie damit eine Familie ernähren können. Frauen hingegen bevor­zugen Berufe bei denen sie in erster Linie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. Diese stereo­ty­pi­sche Berufs­wahl müsse aufge­bro­chen werden und Frauen wie Männer sollten sich statt­dessen Fragen, was sie am besten können, was ihre Leiden­schaft ist und welche Berufe zukunfts­fähig sind.Dies führe auch zu stereo­ty­pi­schen Berufs­wahl.

 

Regula Bühl­mann traf den Nagel auf den Kopf in dem sie die rheto­ri­sche Frage in die Runde warf, wer der Arbeit den Wert gibt. Warum verdient ein Banker ein viel­fa­ches einer Kita-Betreuerin? Sie wünscht sich auch eine gene­relle Diskus­sion über die wöchent­li­chen Arbeits­zeiten und möchte diese senken um mehr Zeit für Fami­lie, Ange­hö­rige und Freunde zu haben.

 

Für Daniel Maltaric fehle oft das Vertrauen der Vorge­setzten in die Mitar­bei­tenden. Wichtig sei, dass sich diese bewusst sind, dass sie mit Menschen zusam­men­ar­beiten und ihre Augen für deren Bedürf­nisse offen halten. Er nimmt aber auch die Arbeit­neh­menden in die Pflicht. Diese sollen ihre Wünsche betref­fend Verein­bar­keit einfor­dern und fami­li­en­freund­li­che Arbeit­ge­ber auswählen.

 

Um etwas Lohn­trans­pa­renz zu schaffen, hat das Amt für Statistik einen Lohn­rechner für Liech­ten­stein geschaffen. Hier gelangen Sie zum Lohn­rechner.

 

Die zahl­rei­chen Gäste setzten die Diskus­sionen beim vom inter­na­tio­nale Frau­en­cafe offe­rierten Apéro fort. Das Fazit des Abends war, um Lohn­gleich­heit herzu­stellen muss über den Lohn gespro­chen werden!


Artikel Volks­blatt

Artikel Vater­land

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Pressemitteilungen

Montag, 11.Mai 2020
Gewerkschaftsarbeit betrifft nicht nur bezahlte Arbeit
Bereits seit 100 Jahren setzt sich der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) für die Anliegen der Arbeiter und (später) auch der Arbeiterinnen, der Angestellten und ganz grundsätzlich der erwerbstätigen Bevölkerung Liechtensteins ein.
 
Dabei hat sich der Orga­ni­sa­ti­ons­ge­gen­stand der einzigen liech­ten­stei­ni­schen Gewerk­schaft im Laufe der Jahre grund­sätz­lich verän­dert und wird sich auch in Zukunft weiterhin verän­dern. Waren es zu Beginn vorwie­gend Arbeiter aus dem Bauge­werbe, die in der benach­barten Schweiz das Gewerk­schafts- und Streik­wesen kennen­lernten und nach Liech­ten­stein brachten, und Arbeiter aus der Indus­trie, kamen später immer mehr Bran­chen hinzu, die durch den LANV orga­ni­siert wurden. Die Verbrei­te­rung der Orga­ni­sa­ti­ons­basis einer Gewerk­schaft bringt nicht nur Vorteile mit sich. Zwar können so mehr Menschen orga­ni­siert werden, es ist aber auch schwerer, ihre unter­schied­li­chen Inter­essen auf einen gemein­samen Nenner zu bringen. «Tritt­brett­fahrer» profi­tieren vom Vorhan­den­sein einer Gewerk­schaft, die arbeit­neh­mer­freund­li­chere Verträge und Gesetze aushan­delt, ohne dabei Mitglied der Orga­ni­sa­tion zu sein. Der zuneh­mende Struk­tur­wandel der Arbeit sowie das Wegfallen klas­si­scher gewerk­schafts­naher Bran­chen durch Auto­ma­ti­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung haben dazu geführt, dass der Nieder­gang der Gewerk­schaften von manchen bereits für beschlos­sene Sache ange­sehen wurde. Gleich­zeitig stehen Gewerk­schaften immer unter Druck: Ein allzu erfolg­rei­ches Einfor­dern ihrer Ziele kann ihre Exis­tenz und Daseins­be­rech­ti­gung infrage stellen. Denn geht es den Arbeit­nehmer/-innen (allzu) gut, werden die Rufe nach gewerk­schaft­li­chem Handeln leiser.
 

Die aktu­elle Corona-Krise zeigt jedoch exem­pla­risch, wie sehr eine Gesell­schaft auf Orga­ni­sa­tionen wie zum Beispiel Gewerk­schaften ange­wiesen ist. Dabei sind Erwerbs­er­satz­for­de­rungen von Eltern, welche derzeit ihre Kinder aufgrund von Schul­schlies­sungen und Wegfall der Betreuung durch Gross­el­tern selbst daheim betreuen und unter­richten müssen, nur die Spitze des Eisberges. Gerade in Krisen­zeiten müssen Bedürf­nisse und Anliegen gebün­delt werden, um so das klein­staat­liche System zu entlasten.

 

Ebenso wie sich der Orga­ni­sa­ti­ons­be­reich der Gewerk­schaften verän­dert, muss auch die Gewerk­schaft sich immer wieder wandeln und hinter­fragen, welche Bedürf­nisse und Anliegen vertreten werden und wofür sie sich einsetzt. Ihr Handeln darf nicht nur reaktiv, sondern sollte voraus­schauend und anti­zi­pie­rend sein. Dabei können und sollen auch Themen in den Fokus geraten, die nicht zur klas­si­schen Arbeit von Gewerk­schaften gehören. Beispiels­weise der Umgang mit unbe­zahlter Arbeit oder ganz grund­sätz­lich eine Loslö­sung der Exis­tenz­si­che­rung von Erwerbs­tä­tig­keit. Gewerk­schafts­ar­beit kann heute also nicht dort enden, wo die bezahlte Erwerbs­tä­tig­keit aufhört. Sie muss den ganzen Menschen im Sicht­feld haben und versu­chen, die Situa­tion der Arbeit­nehmer und Arbeit­neh­me­rinnen als Ganzes zu verbes­sern. 

 

In einem Klein­staat wie Liech­ten­stein mit nur einer einzigen Gewerk­schaft wiegt diese Verant­wor­tung beson­ders schwer. Um dieses Gewicht zu stemmen, braucht es, wie die letzten 100 Jahre zeigen, sehr viel Enga­ge­ment einzelner Persön­lich­keiten. Damit eine Gewerk­schaft aus einer reak­tiven Haltung in eine proak­tive Hand­lungs­weise wech­seln kann, reicht dieses Enga­ge­ment nicht aus. Es braucht auch ein klares Bekenntnis des Staates, der Wirt­schaft und der Gesell­schaft als Ganzes, dass eine gewerk­schaft­liche Orga­ni­sa­tion auch in einem Klein­staat wie Liech­ten­stein unver­zichtbar ist und entspre­chend wert­ge­schätzt werden sollte. 

 

Gast­kom­mentar von Dr. Linda Märk-Rohrer in der lie:zeit vom 10.05.2020. Dr. Linda Märk-Rohrer ist Forschungs­be­auf­tragte Politik am Liech­ten­stein-Institut. 

Donnerstag, 30.April 2020
LANV Jubiläum in der Krise
In den Krisenzeiten nach dem 1. Weltkrieg machten sich engagierte Arbeiter Liechtensteins zur Aufgabe, die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft zu verbessern.

 

Hier gelangen Sie zum Kommentar von Sigi Langen­bahn im Liech­ten­steiner Vater­land.

Montag, 27.April 2020
Interview Sigi Langenbahn
Durchsetzung von Gesamtarbeitsverträgen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Weiterbringen der Gleichstellungspolitik: LANV-Geschäftsführer Sigi Langenbahn und sein Team sind gut beschäftigt. In seiner «Vision 2030» ist die Wochenarbeitszeit in Liechtenstein auf 35 Stunden gesunken.

Zum LIEWO-Interview

 

Bild@Daniel Schwendener

Mittwoch, 08.April 2020
Eltern fallen durchs Netz
Jene Menschen, die im Zuge der Schliessung von Schulen und Kitas keine Betreuungsmöglichkeit fanden und ihrer Arbeit nun notgedrungen nicht oder nur teilweise nachgehen können, fallen bei den bislang ­beschlossenen Massnahmen durchs Netz. Dabei hätten sie ebenso Anspruch auf Lohnfortzahlung. Und zwar weit mehr als die von den Arbeitgebern in solchen Fällen meist empfohlenen drei Tage.

 

Zum Artikel des Vater­land

 

Bild@​Daniel Schwen­dener

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Reden

Donnerstag, 30.April 2020
1.Mai Videobotschaft
Der LANV feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen. Aufgrund der Absage der Feierlichkeiten richtet sich der Präsident Sigi Langenbahn mittels Videobotschaft an die Arbeitnehmenden und Politik.


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