Aktuell

Freitag, 19.August 2022
LANVinfo
Die neueste Ausgabe LANVinfo ist online. Themen sind u.a. die bezahlte Elternzeit, unsere Maifeier und Mitgliederversammlung. Der Ratgeber befasst sich mit dem "Dauerbrenner" Arbeitszeugnis. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre.
Freitag, 01.Juli 2022
Frauenerwerbstätigikeit
Die Frauenerwerbsquote ist in Liechtenstein deutlich tiefer als in der Schweiz. Gleichzeitig klagen die Unternehmen über Fachkräftemangel, und der Grenzgängeranteil steigt von Jahr zu Jahr an. Die Stiftung Zukunft.li ging der Frage nach, ob es objektive Gründe für das stärkere Fernbleiben der Frauen vom Arbeitsmarkt gibt und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen daraus resultieren.

 

Vorteile einer höheren Erwerbs­quote

Viele Unter­nehmen und Bran­chen sind mit einem Fach­kräf­te­mangel konfron­tiert. Aus volks­wirt­schaft­li­cher Sicht wäre es daher sinn­voll, das inlän­di­sche Arbeits­kräf­te­po­ten­zial besser auszu­schöpfen. Denn eine höhere Erwerbs­quote bei glei­cher Gesamt­be­schäf­ti­gung führt zu einem höheren Brut­to­na­tio­nal­ein­kommen (BNE), welches als Mass für den inlän­di­schen Wohl­stand gilt. Damit steigt auch das Steu­er­sub­strat an. Ein weiterer Aspekt ist der gerin­gere Arbeits­weg­ver­kehr, wenn Arbeits­plätze durch inlän­di­sche Arbeits­kräfte anstelle von Zupend­le­rinnen und Zupend­lern besetzt werden. Und schliess­lich werden die Bildungs­in­ves­ti­tionen der öffent­li­chen Hand besser genutzt und unter­stützen so die wirt­schaft­liche Entwick­lung. Spätes­tens wenn die gebur­ten­starken 1960er-Jahr­gänge in Pension gehen, wird sich das Arbeits­kräf­te­an­gebot weiter redu­zieren. Eine höhere Erwerbs­be­tei­li­gung – insbe­son­dere auch der Frauen – könnte helfen, diese Heraus­for­de­rung für die Wirt­schaft zumin­dest etwas abschwä­chen.

 

Vergleich mit der Schweiz
Direkter Vergleich mit der Schweiz über­rascht. Aufgrund der starken Ähnlich­keiten würde man vermuten, dass sich die Erwerbs­be­tei­li­gungs­quoten in Liech­ten­stein und der Schweiz nicht wesent­lich unter­scheiden. Sie tun es aber doch. Ende 2019 waren in Liech­ten­stein 76 Prozent der 20- bis 64-Jährigen erwerbs­tätig, während die Quote in der Schweiz bei deut­lich höheren 83 Prozent lag. Beson­ders auffällig ist der Unter­schied bei den Frauen. 69 Prozent der Liech­ten­stei­ne­rinnen gingen 2019 einer Erwerbs­tä­tig­keit nach, in der Schweiz hingegen lag der Wert zehn Prozent­punkte höher. Die unter­schied­li­chen Erwerbs­ver­läufe zwischen den Geschlech­tern zeigen sich in Liech­ten­stein ab Alter 30, dies auch unab­hängig vom Ausbil­dungs­ni­veau. Während die Erwerbs­tä­tig­keit der Männer auch dann noch ansteigt, knickt die Verlaufs­kurve bei den Frauen ab und bleibt bis zum Pensi­ons­alter deut­lich unter derje­nigen der Männer. Frauen steigen entweder aus dem Erwerbs­leben aus oder redu­zieren ihr Pensum. Zukunft.li hat eine Poten­zi­al­schät­zung ange­stellt, nach der rund 600 bis 700 Voll­zeit­stellen in Liech­ten­stein besetzt werden könnten, wenn die Frauen in Liech­ten­stein im glei­chen Ausmass erwerbs­tätig wären wie jene in der Schweiz. Betreu­ungs­wunsch domi­niert Fremd­be­treu­ungs­kosten und zusätz­liche Steu­er­be­las­tung redu­zieren den ökono­mi­schen Anreiz für Erwerbs­tä­tig­keit. Dieser Aspekt dürfte in Liech­ten­stein aller­dings eine unter­ge­ord­nete Rolle spielen. Stärker wiegt der Wunsch, die Kinder möglichst selbst betreuen zu können. Aus libe­raler Perspek­tive muss es auch eine indi­vi­du­elle Entschei­dung bleiben, wie sich Eltern in Bezug auf Arbeit und Kinder­be­treuung orga­ni­sieren.

 

Haus­auf­gaben der Politik
Es ist Aufgabe einer zukunfts­ge­rich­teten Fami­li­en­po­litik, erkannte Hinder­nisse für die Frau­en­er­werbs­be­tei­li­gung aus dem Weg zu räumen und für opti­male Voraus­set­zungen von Frauen und Männern auf dem Arbeits­markt zu sorgen. Die Politik wird sich in dieser Legis­latur mit der Umset­zung der Work-Life-Balance-Richt­linie der EU ausein­an­der­setzen, die Liech­ten­stein als EWR-Mitglied umzu­setzen hat. Den posi­tiven Aspekten von ausge­wo­genen Arbeits­markt­chancen der Geschlechter stehen poten­ziell zu starke Arbeits­markt­ein­griffe gegen­über. Die Politik ist gefor­dert, das Optimum zu finden, bei dem möglichst hoher volks­wirt­schaft­li­cher Nutzen resul­tiert.

Hier lesen Sie den Impuls Frau­en­er­werbs­tä­tig­keit der Stif­tung Zukunft.li
Dienstag, 07.Juni 2022
Film zur Uno-Konvention zum Schutz und den Rechten von Frauen (CEDAW)
Der Film zur Uno-Konvention zum Schutz und den Rechten von Frauen (CEDAW) erklärt, welche Rechte geschützt sind und warum die Konvention auch für Liechtenstein relevant ist. Der Film wurde letztes Jahr im Rahmen des 25jährigen Beitritts von Liechtenstein zu CEDAW vom VMR veröffentlicht.
Freitag, 03.Juni 2022
Jahresbericht 2021
Der Arbeitnehmerverband blickt auf ein schwieriges aber auch erfolgreiches 2021 zurück. Häufig wechselnde Coronamassnahmen, Sozialpartnerschaften und die bezahlte Elternzeit hielten den Verband auf Trab.
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Pressemitteilungen

Freitag, 18.November 2022
Guter Lohn allein reicht nicht mehr
Die Machtverhältnisse im liechtensteinischen Arbeitsmarkt haben sich verschoben. Was sind die Forderungen der Arbeitnehmenden? Fredy Litscher wurde von Stephanie Fleisch von Radio Liechtenstein dazu befragt.
Hier hören Sie den Beitrag auf Radio Liech­ten­stein.
Freitag, 18.November 2022
Lohntransparenz in Liechtenstein
In New York ist es Gesetz, in der Schweiz wird darüber debattiert und hierzulande steht man ihr kritisch gegenüber: die Lohntransparenz bei Stellenausschreibungen.
 

Hier lesen Sie das Inter­view mit Sigi Langen­bahn im Wirt­schaft Regional.

Freitag, 07.Oktober 2022
careforum.li
Am heutigen internationalen Welttag für menschenwürdige Arbeit stellen LANV, Infra und VMR die Arbeitsbedingungen der häuslichen 24-Stunden-Betreuung in den Fokus. Die Organisationen präsentieren mit der Website careforum.li eine erste Massnahme der 2020 vorgestellten Studie «24-Stunden-Betreuung durch Care-Migrant:innen in Liechtenstein».
 

Hier lesen Sie das Inter­view im Volks­blatt

Hier gelangen Sie auf die neue Website care­forum.li

Freitag, 23.September 2022
Gastkommentar
Klimawandel, Flutkatastrophen, Corona und ein Angriffskrieg
mitten in Europa. Die Welt wird immer unberechenbarer – und mit
ihr die Wirtschaft.
 

Hier lesen Sie den Gastkommentar von Sigi Langenbahn im Wirtschaft regional.

Freitag, 23.September 2022
Arbeitgeber halten an festgefahrenen Strukturen fest, die Wandel erschweren
Wie steht der hiesige Arbeitsmarkt in Sachen Nachhaltigkeit da? LANV-Präsident Sigi Langenbahn äussert sich dazu im Interview.
 

Zum Inter­view von Wirt­schaft regional

 

Foto@​Tatjana Schnalzger

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