Arbeitsgruppen eingesetzt

Freitag, 02.12.2016

Arbeitsgruppen eingesetzt

Wie vom LANV gefordert hat die Regierung nun die zwei interdisziplinären Arbeitsgruppen "Familienförderung" und "Kita-Finanzierung" ins Leben gerufen. In diesen wird auch der LANV vertreten sein.
Die Regie­rung hat in ihrer Sitzung vom 29. November 2016 zwei Arbeits­gruppen einge­setzt, welche sich mit Verbes­se­rungen im Bereich der Fami­li­en­för­de­rung und der Kita-Finan­zie­rung beschäf­tigen sollen

Wie bereits ange­kün­digt hat sich das Minis­te­rium für Gesell­schaft nach der Ableh­nung der Initia­tive der Wirt­schafts­kammer «Familie und Beruf»mit verschie­denen Inter­es­sens­ver­tre­tern und Insti­tu­tionen ausge­tauscht und verein­bart, eine breit abge­stützte Arbeits­gruppe einzu­setzen, welche sich grund­sätz­lich mit dem Thema Fami­li­en­för­de­rung ausein­an­der­setzen soll. Ziel ist - wie gemäss Abstim­mungs­be­fra­gung gross­mehr­heit­lich gewünscht - eine vom gewählten Fami­li­en­mo­dell unab­hän­gige Förde­rung.  

In der Arbeits­gruppe sollen neben den Arbeit­geber- und Arbeit­neh­mer­ver­bänden Anbieter von Betreu­ungs­dienst­leis­tungen sowie staat­liche und gesell­schaft­liche Stellen vertreten sein, um die mögli­chen Mass­nahmen möglichst breit disku­tieren zu können.

Bereits im Jahr 2013 wurde gleich­zeitig mit der Aufhe­bung des Ausbau­stops für Kinder­ta­ges­stätten und Tages­struk­turen eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, welche Lösungen für das damals und heute noch wirk­same Finanz­mo­ra­to­rium erar­beiten sollte. Die Arbeiten der dama­ligen Arbeits­gruppe führten dann zu einem Vernehm­las­sungs­ent­wurf, der einen Beitrag zu Finan­zie­rung aus den Mitteln der Fami­li­en­aus­gleichs­kasse vorsah. Zu einem Bericht und Antrag aufgrund dieses Vernehm­las­sungs­ent­wurfs kam es in Folge aber nicht, da das Minis­te­rium die Initia­tive der Wirt­schafts­kammer «Familie und Beruf» abwarten wollte, da sich diese in Teilen mit demselben Sach­ver­halt befasste.

Im Zeit­raum nach Aufhe­bung des Ausbau­stops bis heute sind neue Kita-Einrich­tungen entstanden, welche nicht in den Genuss der staat­li­chen Subven­tio­nie­rung gekommen sind und sich mit Aussicht auf eine allfäl­lige Finan­zie­rung und viel Eige­n­en­ga­ge­ment gehalten haben. Um die unge­rechte Situa­tion der Finan­zie­rung im Bereich der Kinder­ta­ges­stätten rasch und prag­ma­tisch zu beheben, soll sich eine zweite Arbeits­gruppe, in der die Kita-Betrei­be­rinnen vertreten sind, mit der Neuver­tei­lung der finan­zi­ellen Mittel befassen. Ziel ist es, für das Jahr 2017 einen neuen, leis­tungs­ba­sierten Finan­zie­rungs­me­cha­nismus zu finden.

 

Quelle: Liech­ten­stei­ni­sche Landes­zei­tungen Vater­land + Volks­blatt

Foto: istock