Mitgliederversammlung

Dienstag, 21.03.2017

Mitgliederversammlung

Anlässlich der dritten Mitgliederversammlung des Liechtensteinischen ArbeitnehmerInnenverbandes berichteten die Geschäftsstellenmitglieder über erfolgreiche Projekte des vergangenen Jahres. Im Zentrum standen aber auch die grossen Herausforderungen für die Zukunft.
In seinem Jahres­rück­blick sprach Präsi­dent Sigi Langen­bahn von einem erfolg­rei­chen Jahr für die liech­ten­stei­ni­sche Sozi­al­part­ner­schaft. Dazu trägt u.a. die gemeinsam mit dem Gewerbe geführte Zentrale Pari­tä­ti­sche Kommis­sion (ZPK), die für die Kontrolle zur Einhal­tung der allge­mein­ver­bind­li­chen Gesamt­ar­beits­ver­träge zuständig ist, bei. Nach vielen Gesprä­chen der Sozi­al­partner mit dem Minis­te­rium kam der Entwurf zur Abän­de­rung des Entsen­de­ge­setzes in die Vernehm­las­sung. Wir unter­stützten die Vorlage, denn gleich lange Spiesse heisst auch faire Löhne und Arbeits­be­din­gungen.

Petra Eichele berich­tete über den ersten Liech­ten­stei­ni­schen Lohn­gleich­heitstag. Mit dem Lohn­gleich­heitstag wurde am 2. März auf die Lohn­un­ter­schiede zwischen Mann und Frau aufmerksam gemacht. Frauen verdienen in Liech­ten­stein 16.5. % weniger als Männer. Am Lohn­gleich­heitstag offe­rierten 45 Gastro­no­mie­be­triebe ihr Mittags­menu den weib­li­chen Gästen um 16.5% güns­tiger. Initi­iert wurde die Aktion lunch­fair durch die Sektion Frauen des LANV.

Fredy Litscher erläu­terte die Bedeu­tung einer grossen Mitglie­der­zahl für den LANV. Je grösser die Anzahl der Mitglieder, desto mehr Gewicht haben die Forde­rungen und Argu­mente des LANV gegen­über Sozi­al­part­nern und Politik. Das Mitglied bezahlt 0,2 % des Lohnes als Beitrag, um 99,8 % zu schützen. Fredy Litscher rief die Mitglieder dazu auf, als Botschafter des LANV Bekannte, Freunde und Arbeits­kol­le­ginnen von den Vorteilen einer LANV-Mitglied­schaft zu über­zeugen.

Zu den Heraus­for­de­rungen des LANV gehört die Ausdeh­nung anstän­diger Mindest­löhne auf sämt­liche Bran­chen. Immer noch werden Mindest­löhne in Bran­chen ohne allge­mein­ver­bind­li­chen GAV massiv unter­schritten. Insbe­son­dere bei Grenz­gän­ger­be­wil­li­gungen werden heute Löhne akzep­tiert, die mit CHF 2‘600 ganze CHF 650 unter dem nicht allge­mein verbind­li­chen Mindest­lohn liegen. Eine grosse Heraus­for­de­rung für die kommenden Jahre liegt auch in der verbes­serten Verein­ba­rung von Familie und Beruf.

In der anschlies­senden Diskus­sion brachten LANV-Mitglieder wert­volle Inputs zur Weiter­ent­wick­lung der Gewerk­schafts­ar­beit ein, die beim anschlies­senden Abend­essen weiter vertieft wurden.