Aktuell

Freitag, 06.Oktober 2017
15 Jahre IGR Bodensee
Am 6. Oktober feierte der interregionale Gewerkschaftsrat Bodensee (IGR) im Rahmen der Delegiertenkonferenz in Bregenz sein 15-jähriges Bestehen. Die Gewerkschaften aus den Ländern Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland präsentierten die Schwerpunkte ihrer gemeinsamen Arbeit und die Herausforderungen für die kommenden Jahre.
Im Rahmen der Delegiertenkonferenz wurde auch ein neuer Präsident gewählt. Felix Birchler vom SGB (Schweizerischer Gewerkschaftsbund) übernahm die Präsidentschaft von Norbert Loacker, Landesvorsitzender des ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund Vorarlberg). Zu Vizepräsidenten wurden Sigi Langenbahn (LANV), Norbert Loacker (ÖGB Vorarlberg) und Jens Liedtke (Deutscher Gewerkschaftsbund Baden Württemberg) gewählt. Anton Strini, Flüchtlingsbeauftragter der Vorarlberger Landesregierung, hielt ein interessantes Input-Referat zum Thema „Integration Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt in Vorarlberg“. Ein Thema, das alle Gewerkschaften um den Bodensee beschäftigt. Im Anschluss fand eine angeregte Frage- und Diskussionsrunde statt.
Mittwoch, 20.September 2017
Welttag für menschenwürdige Arbeit
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns am Samstag 7. Oktober ab 17:30 Uhr im Takino in Schaan ein Zeichen gegen die Profitgier zu setzen.

Bereits zum zehnten Mal findet am 7. Oktober 2017 der Welttag für menschen­wür­dige Arbeit statt – ein Tag an dem welt­weit alle Gewerk­schaften im Namen des inter­na­tio­nalen Gewerk­schafts­bundes (IGB) mobi­li­sieren. Im IGB sind über 181 Millionen Gewerk­schafts­mit­glieder aus 163 Ländern vertreten, darunter auch die Mitglieder des Liech­ten­stei­ni­schen Arbeit­neh­me­rIn­nen­ver­bandes (LANV). Dieses Jahr findet der Welttag für menschen­wür­dige Arbeit unter dem Motto „Stopp der Profit­gier“ statt.

Überall auf der Welt verliert die Arbeit an Wert. Gross­kon­zerne koor­di­nieren die gesamte Liefer­kette von der Produk­tion bis zum Endver­kauf. Somit diktieren sie auch den Preis. Die perma­nenten Kosten­op­ti­mie­rungen setzen die Liefer­ketten unter Druck, was zu einer Abwärts­spi­rale der Löhne und Arbeits­be­din­gungen der Schwächsten in der Liefer­kette, den Arbeit­neh­menden führt. Gezielt werden Produk­ti­ons­länder mit den nied­rigsten Mindest­löhnen ausge­sucht. Diese Mindest­löhne reichen aber nicht aus, um die Grund­be­dürf­nisse der Arbeit­neh­menden und ihrer Fami­lien zu decken.

In Koope­ra­tion mit dem LED zeigt der LANV den eindrucks­vollen Doku­men­tar­film „The true Cost – der Preis der Mode.“ Dieser beschreibt jene sozialen und ökolo­gi­schen Verwer­fungen, die sich hinter der Glit­zer­welt der Mode verbergen. Vorab erlaubt uns der bekannte Wirt­schafts­kor­re­spon­dent und Autor Caspar Dohmen einen Einblick in die globale Arbeits­welt.

Termin: Samstag, 7. Oktober 2017
Ort: Film­club im Takino, Zoll­strasse 10, 9494 Schaan
Programm: 17:30 Uhr Türöff­nung
18:00 Uhr Referat von Caspar Dohmen
18:30 Uhr Film The true Cost – der Preis der Mode
20:00 Uhr offene Diskus­sion im Kino­saal
20:15 Uhr Apéro im Foyer
Der Eintritt ist frei

Einla­dung

 

    

Donnerstag, 14.September 2017
Lohnforderungen
Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 je nach Branche zwischen 1.0 % und 2.0 % mehr Lohn. Von generellen Lohnanpassungen mit Sockelbeträgen sollen insbesondere untere und mittlere Einkommen profitieren. Sockelbeträge verlangsamen auch das Öffnen der Lohnschere. Nicht zuletzt mangelt es bei individuellen Lohnerhöhungen oft an Transparenz und Objektivität. Bei den Mindestlöhnen darf die unterste Lohnstufe CHF 3‘250.- bei 13 Monatslöhnen nicht mehr unterschreiten. Wie schon in den vergangenen Jahren erwartet der LANV weitere Fortschritte bei den Ferien für ältere Arbeitnehmende,
bis das erklärte Ziel: fünf Wochen Ferien ab dem 50. Alters­jahr in allen Bran­chen erreicht ist.

 

Florie­rende Wirt­schaft
Die Wirt­schaft in Liech­ten­stein brummt. Stei­gende Exporte, gute und weiter wach­sende Auftrags­lagen, posi­tive Stim­mung, so sehen 98 % der befragten Unter­nehmen die Geschäfts­lage als positiv oder zumin­dest befrie­di­gend. Das AMS meldet so viele offene Stellen wie nie, was aber auch auf den stei­genden Fach­kräf­te­mangel zurück­zu­führen ist. Export­in­dus­trie, Handel und Tourismus profi­tieren vom erstarkten Euro und stabilem Kurs bei knapp unter CHF 1.15. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Konjunk­tur­lage in nächster Zukunft weiter verbes­sern wird.

Teue­rung und Sozi­al­ver­si­che­rungen drücken auf Geld­beutel
Nach stagnie­renden Jahren haben sich die Konsu­men­ten­preise wieder erhöht, bis Ende Jahr wird eine Teue­rungs­rate von 0.5 % prognos­ti­ziert. Aber insbe­son­dere die stei­genden Gesund­heits­kosten und die Anpas­sungen der Pensi­ons­kassen werden die Geld­beutel ab 2018 enorm belasten. Nach Jahren der Spar­mass­nahmen, Prämi­en­er­hö­hungen und wach­sendem Druck am Arbeits­platz sind gene­relle Real­lohn­er­hö­hungen notwendig.

Diskri­mi­nie­rende Lohn­un­ter­schiede
Der LANV weist am Lohn­gleich­heitstag immer wieder auf die uner­klär­baren und somit diskri­mi­nie­renden Lohn­un­ter­schiede zwischen Männern und Frauen hin. Auch die Lohn­runde 2018 soll dazu genutzt werden, diese Lohn­lücke zu schliessen. Der LANV plädiert an alle Unter­nehmen, mit geeig­neten Analys­e­in­stru­menten die Lohn­un­ter­schiede zu eruieren. Neben der posi­tiven internen Wirkung sind Lohn­struk­tur­er­he­bungen zudem gute Projekte, sich im Markt als attrak­tiver Arbeit­geber zu präsen­tieren.

Arbeit­neh­mende der Landes­ver­wal­tung
Den poli­ti­schen Spar­kurs der vergan­genen Jahre bekamen auch die Mitar­bei­tenden der Landes­ver­wal­tung zu spüren. Trotz stei­genden Anfor­de­rungen wurde Personal abge­baut und der Druck auf das beste­hende Personal erhöht. Nach Jahren mit Null­lohn­runden hat die Regie­rung endlich ange­kün­digt, die Löhne der Verwal­tung um ein Prozent anzu­heben. Enttäu­schend ist hingegen die Argu­men­ta­tion, es werden nur „Leis­tungs­träger“ profi­tieren, da gene­relle Lohn­er­hö­hungen nicht ziel­füh­rend seien. Nach langen Zeiten stagnie­render Löhne und stei­gender Kosten nur „Leis­tungs­träger“ belohnen zu wollen, zeugt nicht von Aner­ken­nung und kann kaum moti­vie­rend wirken.

Montag, 10.Juli 2017
GAV Gipser Maler
Nach harten Verhandlungen konnten wir uns mit der fusionierten Sektion Gipser-Maler einigen und den neuen GAV am 23.05.2017 unterzeichnen. Die Regierung hat den GAV per 01.08.2017 für allgemein verbindlich erklärt.

Dies sind die wich­tigsten Ände­rungen:

 

 

 

bis 31. Dez. 2015 (alt): 

ab 1. August 2017 (neu): 

zu finden: 

Kündi­gungs­frist Probe­zeit: 

7 Wochen­tage 

7 Wochen­tage auf Ende einer
Arbeits­woche
 

Art. 14 GAV 

Feier­tage Stun­den­löhner: 

Zuschlag 3 % 

neu gere­gelt! siehe Art. 61 GAV 

Art. 61 GAV 

Löhne Gerüst­bauer: 

 

Mindest­löhne wurden ange­hoben 

Pt. 2 LPV 

Grati­fi­ka­tion: 

8 % 

8,3 % 

Pt. 4 LPV 

Einstu­fung Mitar­beiter: 

 

Muss in der Lohn­ab­rech­nung
aufge­führt werden.
 

Art. 30 GAV 

Über­stunden: 

 

Neu gere­gelt 

Art. 49 GAV 

 

Hinweis zur Lohn­aus­zah­lung (Art. 33 GAV):

Der Lohn ist in Schweizer Franken und spätes­tens am 5. des folgenden Monats
auszu­zahlen.

Dem Arbeit­nehmer ist monat­lich eine über­sicht­liche Lohn­ab­rech­nung auszu­hän­digen.

 

Zum GAV

 

Bild­quel­len­an­gabe: Rainer Sturm / Pixelio.de

 

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Pressemitteilungen

Samstag, 07.Oktober 2017
Wenn Arbeit nichts mehr wert ist
Heute findet bereits zum zehnten Mal der Welttag für menschenwürdige Arbeit statt - ein Tag, an dem weltweit alle Gewerkschaften in Namen des IGB mobilisieren und sich solidarisch zeigen.
Montag, 02.Oktober 2017
20 Jahre Sektion Frauen
Am Donnerstag, 28. September feierte die Sektion Frauen des LANV im Triesner Gasometer ihr 20-jähriges Jubiläum. Edelgard Schurte, Präsidentin der Sektion Frauen begrüsste die Gäste und gab tiefe Einblicke in die wertvolle Arbeit der Sektion Frauen.
Die Referentinnen Frau Dr. Aurelia Frick, Regierungsrätin sowie Frau Silvia Hofmann Auf der Maur, Coach in eigener Praxis und Vorstandsmitglied des Vereins für Menschenrechte Liechtenstein erzählten über ihre persönlichen Schlüssel-Erlebnisse und setzten klare Zeichen für Gleichstellung von Frau und Mann.

Liech­ten­stein hat noch viel Arbeit vor sich. Dabei ist die Politik gefor­dert – mehr denn je. Martina Haas, Stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rerin des LANV fasste in ihrem Schluss­wort noch einmal zusammen, mit welchen Nach­teilen Frauen in der Arbeits­welt konfron­tiert werden und forderte die Politik und Wirt­schaft zum Handeln auf. Frau Haas ehrte die Präsi­dentin der Sektion Frauen, Edel­gard Schurte für ihr 20-jähriges Enga­ge­ment in der Sektion. Der Abend wurde abwechs­lungs­reich mit musi­ka­li­schen Einlagen von Mia Luz und Toni Eberle begleitet.

 

Artikel Liech­ten­steiner Vater­land

Artikel Liech­ten­steiner Volks­blatt

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