Aktuell

Montag, 13.November 2017
13. Monatslohn / Gratifikation
Trotz weiterverbreiteter Meinung besteht kein gesetzlicher Anspruch auf einen 13. Monatslohn bzw. eine Gratifikation. Allerdings ist es dem LANV gelungen, in sämtlichen GAV diesbezügliche Regelungen festzulegen.

Ratgeber

 

Bild:@​Michal Ludwiczak

Dienstag, 07.November 2017
Flexibilisierung der Arbeitszeit
In Österreich fordert die Wirtschaft 12 Stunden-Arbeitstage. In der Schweiz steckt eine parlamentarische Initiative in der Wirtschaftskommission des Ständerats, welcher die Höchstarbeitszeit für leitende Angestellte und Fachspezialisten auf 60 Wochenstunden erhöhen soll. Nun startet der schweizerische Gewerbeverband den nächsten Frontalangriff auf das Arbeitsgesetz und fordert eine generelle Anhebung der Höchstarbeitszeit auf 50 Stunden. Dies hat nichts mit einer Flexibilisierung zu tun, sondern ist eine gravierende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und ein Abbau des Gesundheitsschutzes.

Stel­lung­nahme LANV

 

Bild:@ollo / istock

Dienstag, 07.November 2017
Gesetzesrevision der betrieblichen Personalvorsorge (BPVG)
Ab 1.1.2018 treten einige Gesetzesänderungen der betrieblichen Personalvorsorge (BPVG) in Kraft, u.a. wird die Eintrittsschwelle in der 2. Säule herabgesetzt.
 
Hinter­gründe zur Geset­zes­re­vi­sion der betrieb­li­chen Perso­nal­vor­sorge 
Das Gesetz über die betrieb­liche Perso­nal­vor­sorge (BPVG) trat im Januar 1989 in Kraft. Dieses Gesetz, welches sich über 25 Jahre bewährt hat, wurde einer umfas­senden Revi­sion unter­zogen, um das Leis­tungs­ni­veau weiterhin sicher­stellen und ausbauen zu können.

Die Hinter­gründe, welche eine Revi­sion notwendig machten, sind vor allem:
- die stei­gende Lebens­er­war­tung, daher längere Renten­be­zugs­dauer, und
- die unge­nü­genden Kapi­tal­markt­ren­diten, daher weniger hohe Zins­sätze auf den
Alter­s­ka­pi­ta­lien der versi­cherten Personen und den Rück­stel­lungen der
Pensi­ons­kassen für die Renten­zah­lungen.

Diese Entwick­lungen führen dazu, dass zum einen versi­cherte Personen wegen den tieferen Zinsen weniger an Alter­s­ka­pital bilden können und zum anderen für Pensi­ons­kassen höhere Rück­stel­lungen für die Renten­zah­lungen erfor­der­lich sind. Daraus resul­tiert für die versi­cherten Personen, dass ihre Alter­s­ka­pi­ta­lien mit einem tieferen Umwand­lungs­satz in eine Rente umge­wan­delt werden. Auf den Punkt gebracht, die versi­cherten Personen erhalten weniger hohe Alters­leis­tungen. Die Geset­zes­re­vi­sion soll dem entge­gen­wirken.

Rele­vante Ände­rungen des Gesetzes für die versi­cherten Personen
Folgende Ände­rungen des Gesetzes wurden vorge­nommen, um die Leis­tungen der 2. Säule auch in Zukunft auf weit­ge­hend glei­chem Niveau sicher­stellen zu können:

1) Eintritts­schwelle / Mindest­l­ohn­grenze
Die Eintritts­schwelle resp. Mindest­l­ohn­grenze wird ab 1.1.2018 herab­ge­setzt. Diese Mass­nahme ist vor allem von Bedeu­tung für Personen in Teil­zeit­be­schäf­ti­gung sowie Personen, die mehrere Arbeit­geber haben.

 

 

Bis 31.12.2017 

 

Ab 1.1.2018 

Berech­nungs­grund­lage 

¾ der maxi­malen AHV-Rente 

Mini­male AHV-Rente  

 

Betrag  

 

CHF 20‘880 (Basis 2017) 

 

CHF 13‘920 

 

2) Erhö­hung des ordent­li­chen Pensi­ons­al­ters
Das ordent­liche Renten­alter wird wie folgt erhöht: 

 

Bis und mit Jahr­gang 1957 

 

Jahr­gang 1958 und jünger 

Ordent­li­ches Pensi­ons­alter   

Ende des Monats, in dem das 64. Alters­jahr erreicht wird  

Ende des Monats, in dem das 65. Alters­jahr erreicht wird  

 

3) Versi­che­rungs­be­ginn für die Spar­bei­träge
Der Versi­che­rungs­be­ginn für die Spar­bei­träge (Beiträge für die Alters­leis­tungen) ist ab 01.01.2018 der 1. Januar des Jahres, in welchem das 20. Alters­jahr erreicht wird. Das Gesetz sieht folgende Über­gangs­be­stim­mungen vor:

• Für Arbeit­nehmer mit den Jahr­gängen 1994 bis 1996 ab dem 24. Alters­jahr
• Für Arbeit­nehmer mit den Jahr­gängen 1997 und 1998 ab dem 23. Alters­jahr

4) Wegfall Frei­b­ei­trag
Bis 31.12.2017 ist es gemäss BPVG möglich, vom pensi­ons­kas­sen­pflich­tigen Lohn einen Frei­be­trag abzu­ziehen, auf welchem somit keine Prämie entrichtet wird. Ab 1.1.2018 wird der Frei­be­trag für obli­ga­to­ri­sche Versi­che­rungs­lö­sungen abge­schafft.

 

Bis 31.12.2017 

 

Ab 1.1.2018 

Frei­be­trag 

CHF 13‘920 (Basis 2017) 

CHF 0 (Wegfall Frei­be­trag)  


Vergleich Beiträge und Leis­tungen

 

Quelle: Domi­nique Marxer, Stif­tung Sozi­al­fonds  


Bild:@​angieconscious / pixelio.de
Donnerstag, 26.Oktober 2017
LANV info Nr. 3/2017
Das neue LANV info ist online. Im Editorial schreibt Sigi Langenbahn über die Verwirrung bezüglich Lohnforderungen. In der Rubrik "so nicht" zeigen wir drei Originalzitate von Arbeitgebern aus Arbeitsverträgen und im Ratgeber berichten wir über das neue Phänomen "arbeitzplatzbezogene Krankschreibung".
Freitag, 06.Oktober 2017
15 Jahre IGR Bodensee
Am 6. Oktober feierte der interregionale Gewerkschaftsrat Bodensee (IGR) im Rahmen der Delegiertenkonferenz in Bregenz sein 15-jähriges Bestehen. Die Gewerkschaften aus den Ländern Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland präsentierten die Schwerpunkte ihrer gemeinsamen Arbeit und die Herausforderungen für die kommenden Jahre.
Im Rahmen der Dele­gier­ten­kon­fe­renz wurde auch ein neuer Präsi­dent gewählt. Felix Birchler vom SGB (Schwei­ze­ri­scher Gewerk­schafts­bund) über­nahm die Präsi­dent­schaft von Norbert Loacker, Landes­vor­sit­zender des ÖGB (Öster­rei­chi­scher Gewerk­schafts­bund Vorarl­berg). Zu Vize­prä­si­denten wurden Sigi Langen­bahn (LANV), Norbert Loacker (ÖGB Vorarl­berg) und Jens Liedtke (Deut­scher Gewerk­schafts­bund Baden Würt­tem­berg) gewählt. Anton Strini, Flücht­lings­be­auf­tragter der Vorarl­berger Landes­re­gie­rung, hielt ein inter­es­santes Input-Referat zum Thema „Inte­gra­tion Geflüch­teter auf dem Arbeits­markt in Vorarl­berg“. Ein Thema, das alle Gewerk­schaften um den Bodensee beschäf­tigt. Im Anschluss fand eine ange­regte Frage- und Diskus­si­ons­runde statt.
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Stellungnahmen

Dienstag, 07.November 2017
Flexibilisierung der Arbeitszeit
In Österreich fordert die Wirtschaft 12 Stunden-Arbeitstage. In der Schweiz steckt eine parlamentarische Initiative in der Wirtschaftskommission des Ständerats, welcher die Höchstarbeitszeit für leitende Angestellte und Fachspezialisten auf 60 Wochenstunden erhöhen soll. Nun startet der schweizerische Gewerbeverband den nächsten Frontalangriff auf das Arbeitsgesetz und fordert eine generelle Anhebung der Höchstarbeitszeit auf 50 Stunden. Dies hat nichts mit einer Flexibilisierung zu tun, sondern ist eine gravierende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und ein Abbau des Gesundheitsschutzes.

Stel­lung­nahme LANV

 

Bild:@ollo / istock

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Pressemitteilungen

Mittwoch, 15.November 2017
Untragbare Unternehmenskultur in Traditionsunternehmen
In einer Schaaner Traditionsfirma im Nahrungsmittelbereich herrschen seit geraumer Zeit inakzeptable Zustände. Nach unserem Ermessen kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Verstössen gegen den Gesamtarbeitsvertrag und das Arbeitsgesetz.

Insbe­son­dere lang­jäh­rige Mitar­bei­tende der Produk­ti­ons­ab­tei­lungen leiden unter den Schi­kanen ihrer Vorge­setzten. Trotz vergan­gener Inter­ven­tionen weiteten sich die Probleme aus, weshalb wir an einem Treffen mit der Geschäfts­lei­tung am 16.11. unver­züg­liche Mass­nahmen zur Verbes­se­rung der gegen­ständ­li­chen Situa­tion fordern. Den Mitar­bei­tenden versi­chern wir, die Gespräche fort­zu­führen, bis eine nach­hal­tige Reform der Unter­neh­mens­kultur umge­setzt ist.

Geschäfts­stelle des Liech­ten­stei­ni­schen Arbeit­neh­mer­ver­bandes


Bild:@ollo / istock

Dienstag, 14.November 2017
Lohnrunde 2018 abgeschlossen
Die Lohnrunde 2018 ist abgeschlossen. Die Ergebnisse müssen noch von den Gremien der Verbände abgesegnet werden. In einzelnen Branchen könnte es Nachverhandlungen geben.
Samstag, 07.Oktober 2017
Wenn Arbeit nichts mehr wert ist
Heute findet bereits zum zehnten Mal der Welttag für menschenwürdige Arbeit statt - ein Tag, an dem weltweit alle Gewerkschaften in Namen des IGB mobilisieren und sich solidarisch zeigen.
Montag, 02.Oktober 2017
20 Jahre Sektion Frauen
Am Donnerstag, 28. September feierte die Sektion Frauen des LANV im Triesner Gasometer ihr 20-jähriges Jubiläum. Edelgard Schurte, Präsidentin der Sektion Frauen begrüsste die Gäste und gab tiefe Einblicke in die wertvolle Arbeit der Sektion Frauen.
Die Referentinnen Frau Dr. Aurelia Frick, Regierungsrätin sowie Frau Silvia Hofmann Auf der Maur, Coach in eigener Praxis und Vorstandsmitglied des Vereins für Menschenrechte Liechtenstein erzählten über ihre persönlichen Schlüssel-Erlebnisse und setzten klare Zeichen für Gleichstellung von Frau und Mann.

Liech­ten­stein hat noch viel Arbeit vor sich. Dabei ist die Politik gefor­dert – mehr denn je. Martina Haas, Stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rerin des LANV fasste in ihrem Schluss­wort noch einmal zusammen, mit welchen Nach­teilen Frauen in der Arbeits­welt konfron­tiert werden und forderte die Politik und Wirt­schaft zum Handeln auf. Frau Haas ehrte die Präsi­dentin der Sektion Frauen, Edel­gard Schurte für ihr 20-jähriges Enga­ge­ment in der Sektion. Der Abend wurde abwechs­lungs­reich mit musi­ka­li­schen Einlagen von Mia Luz und Toni Eberle begleitet.

 

Artikel Liech­ten­steiner Vater­land

Artikel Liech­ten­steiner Volks­blatt

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