Aktuell

Mittwoch, 20.September 2017
Welttag für menschenwürdige Arbeit
Seit 2008 organisiert der IGB jedes Jahr am 7. Oktober den Welttag für menschenwürdige Arbeit, an dem überall auf der Welt mobilgemacht wird. An diesem Tag treten alle Gewerkschaften weltweit für menschenwürdige Arbeit ein.

Bereits letztes Jahr hat der LANV mit Forums­bei­trägen das Thema „Gute Arbeit welt­weit– unser Konsum – unsere Verant­wor­tung“ aufge­griffen und darauf aufmerksam gemacht, dass die globale Gerech­tig­keit bei uns zu Hause anfängt. 

 

Unser Einkaufs­ver­halten beein­flusst die Lebens­um­stände in den Produk­tions- und Herstel­lungs­län­dern. In 30 Jahren hat sich das welt­weite BIP verdrei­facht und Gross­kon­zerne sind über ihre Liefer­ketten für 60 Prozent der Produk­tion, Verkehrs- und Dienst­leis­tungen welt­weit verant­wort­lich. Da sollte es Stan­dard sein, dass Rechte geachtet, exis­tenz­si­chernde Mindest­löhne gezahlt sowie faire Arbeits­be­din­gungen vorge­funden werden. 

 

Am dies­jäh­rigen Welttag für menschen­wür­dige Arbeit führen wir dieses Thema weiter aus. In Zusam­men­ar­beit mit dem Film­club Schaan und dem renom­mierten Wirt­schafts­jour­na­list und Autor Caspar Dohmen zeigt der LANV den Film „ The true Cost – der Preis der Mode“. Vorab präsen­tiert uns Hr. Dohmen seine Erkennt­nisse aus seinem Buch „Profit­gier ohne Grenzen“.
Der Eintritt ist frei.

Programm Samstag 7. Oktober
17:30 Uhr Türöff­nung Film­club im Takino Schaan
18:00 Uhr Begrüs­sung
18:05 Uhr Referat Caspar Dohmen
18:30 Uhr Film „The true Cost“
20:00 Uhr Diskus­si­ons­runde im Saal
20:15 Uhr Apéro im Foyer

    

Donnerstag, 14.September 2017
Lohnforderungen
Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 je nach Branche zwischen 1.0 % und 2.0 % mehr Lohn. Von generellen Lohnanpassungen mit Sockelbeträgen sollen insbesondere untere und mittlere Einkommen profitieren. Sockelbeträge verlangsamen auch das Öffnen der Lohnschere. Nicht zuletzt mangelt es bei individuellen Lohnerhöhungen oft an Transparenz und Objektivität. Bei den Mindestlöhnen darf die unterste Lohnstufe CHF 3‘250.- bei 13 Monatslöhnen nicht mehr unterschreiten. Wie schon in den vergangenen Jahren erwartet der LANV weitere Fortschritte bei den Ferien für ältere Arbeitnehmende,
bis das erklärte Ziel: fünf Wochen Ferien ab dem 50. Alters­jahr in allen Bran­chen erreicht ist.

 

Florie­rende Wirt­schaft
Die Wirt­schaft in Liech­ten­stein brummt. Stei­gende Exporte, gute und weiter wach­sende Auftrags­lagen, posi­tive Stim­mung, so sehen 98 % der befragten Unter­nehmen die Geschäfts­lage als positiv oder zumin­dest befrie­di­gend. Das AMS meldet so viele offene Stellen wie nie, was aber auch auf den stei­genden Fach­kräf­te­mangel zurück­zu­führen ist. Export­in­dus­trie, Handel und Tourismus profi­tieren vom erstarkten Euro und stabilem Kurs bei knapp unter CHF 1.15. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Konjunk­tur­lage in nächster Zukunft weiter verbes­sern wird.

Teue­rung und Sozi­al­ver­si­che­rungen drücken auf Geld­beutel
Nach stagnie­renden Jahren haben sich die Konsu­men­ten­preise wieder erhöht, bis Ende Jahr wird eine Teue­rungs­rate von 0.5 % prognos­ti­ziert. Aber insbe­son­dere die stei­genden Gesund­heits­kosten und die Anpas­sungen der Pensi­ons­kassen werden die Geld­beutel ab 2018 enorm belasten. Nach Jahren der Spar­mass­nahmen, Prämi­en­er­hö­hungen und wach­sendem Druck am Arbeits­platz sind gene­relle Real­lohn­er­hö­hungen notwendig.

Diskri­mi­nie­rende Lohn­un­ter­schiede
Der LANV weist am Lohn­gleich­heitstag immer wieder auf die uner­klär­baren und somit diskri­mi­nie­renden Lohn­un­ter­schiede zwischen Männern und Frauen hin. Auch die Lohn­runde 2018 soll dazu genutzt werden, diese Lohn­lücke zu schliessen. Der LANV plädiert an alle Unter­nehmen, mit geeig­neten Analys­e­in­stru­menten die Lohn­un­ter­schiede zu eruieren. Neben der posi­tiven internen Wirkung sind Lohn­struk­tur­er­he­bungen zudem gute Projekte, sich im Markt als attrak­tiver Arbeit­geber zu präsen­tieren.

Arbeit­neh­mende der Landes­ver­wal­tung
Den poli­ti­schen Spar­kurs der vergan­genen Jahre bekamen auch die Mitar­bei­tenden der Landes­ver­wal­tung zu spüren. Trotz stei­genden Anfor­de­rungen wurde Personal abge­baut und der Druck auf das beste­hende Personal erhöht. Nach Jahren mit Null­lohn­runden hat die Regie­rung endlich ange­kün­digt, die Löhne der Verwal­tung um ein Prozent anzu­heben. Enttäu­schend ist hingegen die Argu­men­ta­tion, es werden nur „Leis­tungs­träger“ profi­tieren, da gene­relle Lohn­er­hö­hungen nicht ziel­füh­rend seien. Nach langen Zeiten stagnie­render Löhne und stei­gender Kosten nur „Leis­tungs­träger“ belohnen zu wollen, zeugt nicht von Aner­ken­nung und kann kaum moti­vie­rend wirken.

Montag, 10.Juli 2017
GAV Gipser Maler
Nach harten Verhandlungen konnten wir uns mit der fusionierten Sektion Gipser-Maler einigen und den neuen GAV am 23.05.2017 unterzeichnen. Die Regierung hat den GAV per 01.08.2017 für allgemein verbindlich erklärt.

Dies sind die wich­tigsten Ände­rungen:

 

 

 

bis 31. Dez. 2015 (alt): 

ab 1. August 2017 (neu): 

zu finden: 

Kündi­gungs­frist Probe­zeit: 

7 Wochen­tage 

7 Wochen­tage auf Ende einer
Arbeits­woche
 

Art. 14 GAV 

Feier­tage Stun­den­löhner: 

Zuschlag 3 % 

neu gere­gelt! siehe Art. 61 GAV 

Art. 61 GAV 

Löhne Gerüst­bauer: 

 

Mindest­löhne wurden ange­hoben 

Pt. 2 LPV 

Grati­fi­ka­tion: 

8 % 

8,3 % 

Pt. 4 LPV 

Einstu­fung Mitar­beiter: 

 

Muss in der Lohn­ab­rech­nung
aufge­führt werden.
 

Art. 30 GAV 

Über­stunden: 

 

Neu gere­gelt 

Art. 49 GAV 

 

Hinweis zur Lohn­aus­zah­lung (Art. 33 GAV):

Der Lohn ist in Schweizer Franken und spätes­tens am 5. des folgenden Monats
auszu­zahlen.

Dem Arbeit­nehmer ist monat­lich eine über­sicht­liche Lohn­ab­rech­nung auszu­hän­digen.

 

Zum GAV

 

Bild­quel­len­an­gabe: Rainer Sturm / Pixelio.de

 

Donnerstag, 06.Juli 2017
LANV info Nr. 2/2017
Das neue LANVinfo, eine Spezialausgabe "Familie und Beruf", ist online. In der Rubrik "so nicht" berichten wir über Lohndumping im Finanzsektor. Im Editorial und mit einem Interview verabschiedet sich die stv. Geschäftsführerin Petra Eichele.
Dies und mehr lesen Sie unter: LANVinfo
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Pressemitteilungen

Freitag, 15.September 2017
LANV fordert mehr Lohn für alle
Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 eine Lohnerhöhung zwischen einem und zwei Prozent und kritiserit die Lohnpolitik der Regierung.
Samstag, 12.August 2017
Interview mit Sigi Langenbahn
Sigi Langenbahn erklärt weshalb der LANV keine gesetzlichen Mindestlöhne will und äussert sich zum aktuellen Fall von Lohndumping im Finanzsektor.
Samstag, 12.August 2017
Vermögensverwalter betreibt Lohndumping
Ein Vermögensverwalter hat Fachkräfte aus Osteuropa rekrutiert und diese angeblich zu Dumpinglöhnen beschäftigt. Die Beschwerden nehmen allgemein zu.

 

Artikel im Vater­land

Artikel im Wirt­schaft regional

 

Den Artikel im LANVinfo finden Sie auf Seite 13 unserer aktuellen Ausgabe.

 

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